Zum Hauptinhalt springen

NRW steht solidarisch hinter den ComTS Kolleg*innen

Die Landesfachbereichskonferenz A NRW steht solidarisch hinter den streikenden Kolleginnen und Kollegen der Commerzbank-Tochter Commerz Transaction Services GmbH (ComTS). 

Nächste Woche starten die Kolleginnen und Kollegen in ihre 5. Streikwelle.

Im Frühjahr 2020 haben sich Kolleginnen und Kollegen der ComTS Mitte (Erfurt) und ComTS West (Hamm) in ver.di organisiert, um ihre Arbeitsbedingungen durch einen Tarifvertrag zu verbessern. Nach und nach schlossen sich ihnen die ComTS Rhein-Ruhr (Duisburg), die ComTS Ost (Halle) und die ComTS Nord (Magdeburg) an. Ein Tarifvertrag wäre für alle fünf Standorte ein absolutes Novum.

Bislang wurden die Arbeitsbedingungen an diesen Standorten einseitig von Arbeitgeberseite bestimmt. Im Rahmen einer Beschäftigtenbefragung und anschließender Diskussion durch die ver.di-Mitglieder in den Tarifkommissionen wurden erste Grundsätze für einen Tarifvertrag beschlossen.

Abschluss eines Haustarifvertrages mit folgenden Kernpunkten Weitestgehende Übernahme der Regelungen des Manteltarifvertrages für das private Bankgewerbe (Urlaub, Arbeitszeit, Entgeltfortzahlung, VWL usw.) mit folgenden Änderungen: ein Mindestlohn von 14 Euro pro Stunde, eine transparente Gehaltstabelle mit Berufsjahresaufstiegen, mindestens neun Entgeltstufen, Tarifierung eines Urlaubs- und Weihnachtsgeldes, Ausschluss sachgrundloser Befristungen, Geltung auch für die per Betriebsübergang mit Besitzstand in die Gesellschaft gewechselten Beschäftigten, Übergangs- und Integrationsvorschriften für in den Betrieb gewechselte Beschäftigte, Koppelung an künftige Gehaltsentwicklungen

Über das gesamte Jahr 2021 und 2022 haben verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen und Gespräche mit Vertreter*innen aus der Politik stattgefunden.

Nachdem im Juni 2022 ein erster Austausch zwischen ver.di und der Commerzbank AG stattfand, gibt es immer noch keine Zusage zu „echten“ Tarifverhandlungen.

Ohne die Bereitschaft zu Tarifverhandlungen sind Streikmaßnahmen unausweichlich. Seit dem 4. und 5. Oktober 2022 finden regelmäßige Streiks an allen ComTS-Standorten statt. Von Streiktag zu Streiktag ist eine Steigerung der Beteiligung festzustellen – gemeinsam werden wir das Ziel erreichen!

An den ComTS-Standorten erledigen die rund 1.700 Beschäftigten nachgelagerte Arbeiten aus dem Bankgeschäft der Commerzbank wie den Zahlungsverkehr, die Kreditbearbeitung, die Compliance und bankinterne Postabläufe. Unter ihnen gibt es mehrere hundert Beschäftigte, die ein Einkommen erzielen, das nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.

FORDERUNGEN BESCHLOSSEN

Tarifverhandlungen für den Angestellten Versicherungsaußendienst startet 2023

Der Gehaltstarifvertrag für den angestellten Außendienst läuft zum 31.12.2022 aus. ver.di hat den Tarifvertrag fristgerecht gekündigt und die ver.di Tarifkommission hat die Forderungen für die Tarifrunde beschlossen.

Alle Beschäftigten – egal, ob Innen- oder Außendienst leiden unter der aktuellen Preisentwicklung. Die teilweise enormen Anstiege bei den Lebensmittelpreisen und insbesondere die hohen Energiekosten führen dazu, dass sich immer mehr Kolleginnen und Kollegen fragen, wie sie ihr Leben finanzieren sollen.

ver.di fordert deshalb ein Energiegeld in Höhe von 3.000 Euro für alle Beschäftigte der Branche, also explizit auch für den angestellten Außendienst.

Die Bundesregierung hat die Möglichkeit geschaffen, dass Arbeitgeber bis zu 3.000 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei an die Mitarbeitenden auszahlen können. Unsere Branche ist eine wirtschaftlich starke Branche! Die Arbeitgeber müssen jetzt dazu beitragen, dass die Einkommen der Beschäftigten gesichert werden!

Sollten wir das Energiegeld durchsetzen, fordern wir für die Tarifrunde im angestellten Außendienst eine Anhebung der tarifvertraglich vereinbarten Gehaltsbestandteile um fünf Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Tarifvertraglich vereinbarte Gehaltsbestandteile sind zum Beispiel der Provisionsausgleich bei Urlaub oder der mit Provisionen unverrechenbare Einkommensanteil.

Forderung:
3000 Euro Energiegeld
Plus 5% für 12 Monate

Eine Erhöhung des Mindesteinkommens nach § 3 GTV um 5 Prozent, bedeutet:

  • in der Stufe 1 um 110 Euro auf 2310 Euro .
  • in der Stufe 2 um 106 Euro auf 2241 Euro
  • in der Stufe 3 um 132 Euro auf 2777 Euro

ver.di sieht erheblichen Verbesserungsbedarf bei den Tarifregelungen für den angestellten Außendienst und stellt seit vielen Jahren in den Verhandlungen Forderungen zur Verbesserung dieser Regelungen. Zum Beispiel die Ausdehnung von Regelungen, die zurzeit nur für den organisierenden Außendienst gelten, auf den gesamten Werbeaußendienst (unverrechenbarer Einkommensanteil, Altersteilzeitabkommen), oder eine Weiterbildungspauschale für alle Kolleginnen und Kollegen im Außendienst. Wir möchten in der kommenden Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband eine Verhandlungsverpflichtung zur Modernisierung der Tarifregelungen im Außendienst vereinbaren, um in einen intensiven Austausch mit der Arbeitgeberseite zu Verbesserungsmöglichkeiten zu kommen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sie haben es in der Hand, die ver.di Tarifkommission mit Ihrer ver.di Mitgliedschaft bei den Tarifverhandlungen zu unterstützen.

TRETEN SIE JETZT EIN!

Bitte beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion zum Energiegeld und werben für eine Unterschrift bei Ihren Kolleginnen und Kollegen. Wir brauchen Sie und Ihre Beteiligung um ein starkes Signal zu zeigen, damit wir in den Gesprächen mit dem Arbeitgeberverband erfolgreich sein können.

Diese Tarifinfo gibt es hier auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen.

Wir fordern Geld für Energie

Foto: Farknot_Architect, istock.com

Um die finanziellen Belastungen der Beschäftigten in den öffentlichen Banken und Sparkassen einzudämmen, fordern wir seit Anfang September einen Ausgleich durch die Arbeitgeber: das sogenannte Energiegeld.

Wir fordern 1.500 Euro in diesem Jahr und weitere 1.500 Euro in 2023 als Einmalzahlungen.

In der privaten Bankenbranche haben bereits einige Unternehmen unseren Forderungen nachgegeben und auch bei der Hamburger Sparkasse und der Landesbank Baden-Württemberg wurde ein Energiegeld vereinbart.

Mehr Informationen zu unseren Forderungen und wo wir diese bereits durchsetzen konnten finden sich hier.

Energiegeld für die Beschäftigten

Energiegeld

Foto: alexraths, depositphotos.com

Seit September fordern wir für die Beschäftigten in der privaten Bankenbranche eine Einmalzahlung für die hohen Energiekosten aufgrund der Inflation, das sogenannte Energiegeld. Bei einigen Instituten konnten wir diese Forderung bereits durchsetzen.

Deutsche Bank AG
Die Deutsche Bank AG will allen Tarifbeschäftigten im Konzern, auch den verbeamteten Kolleginnen und Kollegen, mit der Gehaltszahlung im Dezember in Höhe von 1.500 Euro zahlen.

Dazu zählen auch die Beschäftigten in den Servicegesellschaften, wie z. B. BCB, DB Direkt, KEBA, PB Direkt, PCC Services, HRS, sowie die der Postbank Filialvertrieb AG.

Mehr Informationen dazu bei der Deutschen Bank finden sich hier

Commerzbank AG
Bei der Commerzbank AG haben sich die Betriebsräte und ver.di am 03.11.2022 auf die Auszahlung einer Inflationsausgleichprämie für die Beschäftigten im Commerzbank-Konzern geeinigt.

Im Einzelnen:

  • 2.000 Euro für alle Beschäftigten in den Servicegesellschaften (ComTS, Collegium Glashütten, CDS)
  • 1.000 Euro für die Tarifbeschäftigten der Commerzbank AG
  • 500 Euro für alle AT-Angestellten

Mehr Informationen dazu bei der Commerzbank finden sich hier

ING-Diba AG
Bei der ING-Diba AG konnten wir am 14.10.2022 im  „Tarifvertrag zum Energiekostenzuschuss“ die Zahlung eines Energiekostenzuschusses in Höhe von 1.500 € netto für Beschäftigte in Vollzeit vereinbaren.

Teilzeitbeschäftigte erhalten den Zuschuss anteilig. Wir konnten jedoch durchsetzen, dass die anteilige Zahlung mindestens 1000 € beträgt. 1000 € erhalten auch Beschäftigte, die sich am 1. November 2022 in Elternzeit befinden oder deren Arbeitsverhältnis aufgrund einer Langzeiterkrankung ruht.

Mehr Informationen dazu bei der ING-DiBa AG finden sich hier

Ohne Euch kein Wir

Am 02.11.2022 haben wir erneut mit der Bank verhandelt, um endlich einen Tarifabschluss für die Beschäftigten des Santander AG Filialvertriebs zu erreichen. Die Gespräche sind nun zwar deutlich freundlicher und konstruktiver, aber leider führt das immer noch nicht zu Ergebnissen.

Energiegeld bzw. Inflationsausgleichszahlung 2022?
Fehlanzeige, dafür sei kein Budget da. Unser Hinweis darauf, dass die halbe Branche bereits zahlt und das am Jahresanfang keiner auf dem Schirm hatte und dass die Bank doch gerade dank der Filialbeschäftigten gute Ergebnisse erzielt, interessiert nicht.

38-Stunden-Woche?
Geht nicht, gibt’s nicht. Begründung: Fehlanzeige.

Altersteilzeit oder Vorruhestand?
Da die Bank offene Stellen im Vertrieb hat, geht das nicht. Finden wir nicht nur am Thema vorbei argumentiert sondern schlicht zu kurz gedacht, ändert aber erst mal nix.

Entlastung, mehr Urlaub, mobiles Arbeiten und andere Themen?
Braucht es alles nicht. Aber Fahrradleasing machen wir. Natürlich ohne Zuschuss des Arbeitgebers.

Wie man so ein attraktiver Arbeitgeber werden oder bleiben will, erschließt sich uns nicht. Wir finden Energiegeld, gute Eingruppierung, Entlastung durch mehr Urlaub oder weniger Arbeitszeit und andere Themen nach wie vor wichtig.

Sie auch? Dann wird es Zeit, uns auch mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen. Wir brauchen jetzt Ihre Hilfe, Ihre Solidarität. Nur gemeinsam bekommen wir das verändert.

Aktiv für Tarif. Damit es endlich was wird mit den guten Arbeitsbedingungen.

Diese Tarifinfo gibt es hier auch zum Herunterladen und Verteilen.

ComTS: Signal beim Vorstand angekommen

Aus allen fünf Standorten der ComTS reisten heute, am 15. November, Streikende zu einer zentralen Streikkundgebung nach Köln an!

Frenetisch begrüßt wurden sie dort von 150 Betriebsräten und Betriebsrätinnen aus der Commerzbank AG, die ihre Solidarität mit den Streikenden bekundeten. In der Versammlung der Betriebsräte der Commerzbank AG machten die Betriebsräte und Betriebsrätinnen dem Vorstand klar, dass sie hinter den Streikenden der ComTS stehen.

„Die Commerzbank wird entweder in den Tochtergesellschaften Tarifverträge abschließen und den Betriebsfrieden wiederherstellen oder aber sie wird in der kompletten AG merken, dass wir zusammenstehen, zusammenhalten und uns füreinander einsetzen.“

Uwe Tschläge, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der Commerzbank AG

Sabine Schmittroth, Arbeitsdirektorin und Personalvorständin der Commerzbank AG, sagte, dass sie Respekt hat vor der Entschlossenheit der Streikenden und dass sie glaubt, dass dieses Signal beim Vorstand angekommen ist.

Noch mehr Solidarität mit den Streikenden

Der Landesfachgruppenvorstand Banken/Versicherungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bekundete auf deren Klausur vom 08.-09. November 2022 Solidarität mit den Streikenden der ComTS.

Vertreter*innen aus der Debeka-Versicherung, Commerzbank, ComTS, Volksbank, UniCredit, Sächsischer Aufbaubank, KEBA, Landesbank-Baden-Württemberg, Deutscher Bank, Postbank und der Sächsischen Lotto GmbH planten hier ihre Arbeit für das Jahr 2023. Dabei kamen auch die Streiks der ComTS auf den Tisch. Mit einer kleinen Videobotschaft senden sie viel Durchhaltekraft und Unterstützung an alle Kolleg*innen aus den ComTS Gesellschaften. Der harte und lange Kampf um einen Tarifvertrag muss endlich ein erfolgreiches Ende haben. Tarif kommt von aktiv!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Einwöchige Arbeitsniederlegung bei der ComTS

Auch weiterhin warten die Beschäftigten der Commerzbank-Tochtergesellschaften ComTS darauf, dass es zu Tarifverhandlungen kommt. Trotz fehlender Verhandlungsbereitschaft konnten die Streikenden in den letzten Wochen und Monaten einiges erreichen.

So gibt es noch in diesem Jahr ein Energiegeld i. H. v. 2.000 €, befristete Arbeitsverträge für Neueinstellungen werden abgeschafft und auch das Urlaubs- und Weihnachtsgeld wurde neu eingeführt, um nur ein paar Erfolge zu nennen.

All das hat nicht zum Untergang der ComTS-Gesellschaften geführt. Damit auch zu den weiteren Forderungen Verhandlungen stattfinden und es somit im weiteren Verlauf zu einem Tarifvertrag kommt, wurde am heutigen Montag, dem 14. November, die vierte Streikwelle eingeläutet, in der eine ganze Woche – vom 14. bis 18. November gestreikt wird. Eine zentrale Kundgebung findet statt am Dienstag, den 15. November, um 8:30 Uhr vor dem Pullmann-Hotel in Köln.

Die Streikenden kämpfen damit u. a. für:

  • ein transparentes und faires Entgeltsystem mit einem Mindesteinstiegsgehalt von 14 Euro und regelmäßigen Erhöhungen
  • ein 13. Gehalt
  • ein Ende der Abruf-Arbeitsverträge
  • eine Standort- und Beschäftigungssicherheit
  • Entgelterhöhungen und bessere Regelungen für sogenannte Betriebsübergänger

In 2 Jahren konnte durch unterschiedliche Aktionen bereits erreicht werden:

  • Mindestlohn von 12 Euro vor Gesetzeseinführung
  • Erhöhung Urlaubsanspruch auf 30 Tage
  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld i. H. v. 150 Euro (Weihnachtsgeld 2022: 500 Euro)
  • Energiegeld 2022 i. H. v. 2.000 Euro

Seite an Seite bei der ComTS: Ein Konzern steht zusammen!

Die Kolleginnen und Kollegen der Commerzbank AG Berlin stehen hinter ihren streikenden Kolleginnen und Kollegen der ComTS.

So geht Solidarität!

Übrigens: Es gibt immer noch kein Verhandlungsangebot der Commerzbank AG!

Die Streiks gehen also in die nächste Runde! Weitere Infos folgen.