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Streikaufruf öffentliche Banken: Bayern

Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung mit dem Arbeitgeberverband Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V. herrschte Ernüchterung nach dem ersten Verhandlungstermin. Um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen und unsere Forderungen mit Nachdruck zu unterstreichen, rufen wir in Bayern am 02. Juli 2024 zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Aufgerufen sind die Beschäftigten der Bayerischen Landesbank am Standort München und die Beschäftigten der bayerischen Landesbodenkreditanstalt.

Ablauf am Streiktag

Der Streik startet am Dienstag, den 02. Juli, um 0 Uhr und dauert volle 24 Stunden (Mittwoch, 0 Uhr).

Es gibt keine Veranstaltung vor Ort. Wir treffen uns um 11:55 Uhr per WebEx für eine Online-Streikkonferenz. Nutzt bitte ein privates Endgerät für die Teilnahme an der Streikkonferenz. Die Einwahldaten erhaltet ihr gesondert.

Unsere Forderungen

  • Erhöhung der Tarifgehälter um 12,5 Prozent, mindestens jedoch um 500 Euro pro Monat
  • Gehaltsabschluss soll auch auf ÜT/AT-Beschäftigte übertragen werden
  • Erhöhung der monatlichen Vergütungen um 250 Euro für Nachwuchskräfte
  • Laufzeit von zwölf Monaten

Bereits vor der ersten Verhandlungsrunde haben sich über zehntausend Kolleg*innen im Rahmen eines Stärketests mit Stützunterschriften persönlich hinter unsere Forderungen gestellt. Besonders auch Kolleg*innen im übertariflich bezahlten Bereich wollen sich in diesem Jahr in der Tarifrunde engagieren, da die betrieblichen Gehaltsanpassungen der letzten Jahre in vielen Unternehmen deutlich hinter der Entwicklung der Tarifgehälter lagen. Wir fordern in der Verhandlungsrunde, dass die übertariflichen Gehälter analog zu den Tarifgehältern erhöht werden.

Lasst uns gemeinsam für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen! Eure Beteiligung ist entscheidend, um unseren Forderungen das nötige Gewicht zu verleihen. Kommt zahlreich und zeigt eure Entschlossenheit!

Hier findet ihr den Streikaufruf für Bayern zum Herunterladen und Verteilen.

Streikaufruf öffentliche Banken: Frankfurt/Main

Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung mit dem Arbeitgeberverband des Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. herrschte Ernüchterung nach dem ersten Verhandlungstermin. Um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen und unsere Forderungen mit Nachdruck zu unterstreichen, rufen wir in Frankfurt am Main am 03. Juli 2024 zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Aufgerufen sind die Beschäftigten der Frankfurter Sparkasse (gesamtes Geschäftsgebiet), Nassauischen Sparkasse (gesamtes Geschäftsgebiet), Landesbank Hessen – Thüringen (Helaba) inkl. LKK und WI-Bank in Frankfurt, Offenbach, Kassel und Wiesbaden sowie die Beschäftigten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Frankfurt.

Beschäftigte sind Arbeitnehmer*innen und Nachwuchskräfte, die unter den Geltungsbereich der Tarifverträge fallen, die mit dem oben genannten Arbeitgeberverband geschlossen sind. Beschäftigte mit dynamischen Verweisungsklauseln auf diese Tarifverträge sind zum Partizipationsstreik aufgerufen.

Ablauf am Streiktag

Der Streik startet am Mittwoch, den 03. Juli, um 0.01 Uhr und dauert volle 24 Stunden (bis 23.59 Uhr). Im Rahmen des Warnstreiks wird u. a. eine Kundgebung mit allen Beschäftigten des öffentlichen und des privaten Bankensektors stattfinden inkl. Transfer zum Verhandlungsort für die privaten Banken.

  • Treffpunkt ist am Streiktag um 09.30 Uhr am Willy-Brandt-Platz am Märchenbrunnen, Frankfurt/Main.
  • Ab 9.30 Uhr findet auf dem Willy-Brandt-Platz die zentrale Streikkundgebung für die Beschäftigten der öffentlichen Banken statt.
  • Um 11.15 Uhr fahren wir gemeinsam per Bustransfer zum Verhandlungsort für die privaten Banken (Leonardo Royal Hotel, Mailänder Str. 1, 60598 Frankfurt/Main).
  • Dort startet um 12 Uhr eine Kundgebung mit der ver.di-Verhandlungskommission und mit allen Beschäftigten des öffentlichen und des privaten Bankensektors.
  • Gegen 14 Uhr endet die Kundgebung.

Organisatorische Hinweise

  • Verpflegung und Transfer vom Willy-Brandt-Platz zum Verhandlungsort und wieder zurück zum Willy-Brandt-Platz werden bereitgestellt.
  • Bitte sorgen Sie dafür, dass Sie nicht erreichbar sind!
  • Streikberechtigt sind alle Angestellten und Nachwuchskräfte, unabhängig von einer ver.di-Mitgliedschaft. Hierzu zählen auch AT/ÜT-Beschäftigte, sofern sie nicht leitende Angestellte sind.
  • Für ver.di-Mitglieder wird Streikunterstützung gezahlt. Diese können Sie entweder analog an unserem ver.di-Stand an der Mailänderstraße beantragen oder digital unter meine.verdi.de. Bei der digitalen Streikunterstützung ist der erstellte QR-Code vor Ort abscannen zu lassen. Die Freischaltung der digitalen Streikgeldunterstützung erfolgt ab dem 01. Juli 2024. Unser ver.di-Unterstützungsteam hilft gerne weiter.
  • Sie sind arbeitsrechtlich nicht verpflichtet, sich bei Streikteilnahme beim Arbeitgeber vorher abzumelden.
  • Nach Streikende kann der Arbeitgeber im Bedarfsfall von Beschäftigten zu Abrechnungszwecken eine Klarstellung seiner Streikbeteiligung und des zeitlichen Umfangs der Streikbeteiligung verlangen.

An- und Abreiseinformationen, Kostenübernahme

  • ver.di-Mitglieder können zur An- und Abreise ein Zugticket buchen und im Nachgang abrechnen lassen.
  • Weiterhin ist es in Absprache mit der ver.di-Streikleitung Marina Matsiozi möglich, mit dem PKW anzureisen. Die Reisekostenformulare bitte bei mario.eczko@verdi.de anfragen.

Weitere Informationen gibt es von der ver.di-Streikleitung:
Marina Matsiozi
Mobil: 0151 70662637
E-Mail: marina.matsiozi@verdi.de

Unsere Forderungen

  • Erhöhung der Tarifgehälter um 12,5 Prozent, mindestens jedoch um 500 Euro pro Monat
  • Gehaltsabschluss soll auch auf ÜT/AT-Beschäftigte übertragen werden
  • Erhöhung der monatlichen Vergütungen um 250 Euro für Nachwuchskräfte
  • Laufzeit von zwölf Monaten

Bereits vor der ersten Verhandlungsrunde haben sich über zehntausend Kolleg*innen im Rahmen eines Stärketests mit Stützunterschriften persönlich hinter unsere Forderungen gestellt. Besonders auch Kolleg*innen im übertariflich bezahlten Bereich wollen sich in diesem Jahr in der Tarifrunde engagieren, da die betrieblichen Gehaltsanpassungen der letzten Jahre in vielen Unternehmen deutlich hinter der Entwicklung der Tarifgehälter lagen. Wir fordern in der Verhandlungsrunde, dass die übertariflichen Gehälter analog zu den Tarifgehältern erhöht werden.

Lassen Sie uns gemeinsam für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen! Ihre Beteiligung ist entscheidend, um unseren Forderungen das nötige Gewicht zu verleihen. Kommen Sie zahlreich und zeigen Sie Ihre Entschlossenheit!

Hier finden Sie den Streikaufruf für Frankfurt/Main zum Herunterladen und Verteilen.

Arbeitgeber brüskieren ver.di in erster Verhandlungsrunde

Die erste Verhandlungsrunde für die 60.000 Beschäftigten bei den öffentlichen Banken endete am Freitag, dem 21. Juni, mit einer deutlichen Zuspitzung. Die Arbeitgeberseite bot zwar eine Erhöhung der Gehälter um 9,5 Prozent an, verband das jedoch mit der Forderung nach einer sehr langen Laufzeit von über dreieinhalb Jahren bis Ende 2027.

„Die geforderte sehr lange Laufzeit von 43 Monaten ist in der deutschen Tarifhistorie beispiellos und wird von uns als deutliche Kampfansage verstanden. Damit würde ein weiterer Reallohnverslust für die Beschäftigten in diesem Jahrzehnt festgeschrieben. Das ist mit uns nicht zu machen.“

Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer

Konkret hat die Arbeitgeberseite angeboten:

  • 5,0 Prozent bei Abschluss (Oktober/November 2024)
  • 2,5 Prozent zum 01. Januar 2026
  • 2,0 Prozent zum 01. Januar 2027
  • Laufzeit: 43 Monate bis zum 31.12.2027

Für Nachwuchskräfte:

  • monatlich 150 Euro Euro mehr bei Abschluss (Oktober/November 2024)
  • zum 01. Januar 2026 weitere 150 Euro mehr

Auch sind sie nicht bereit, ein mögliches Verhandlungsergebnis für alle übertariflich bezahlten Beschäftigten (AT-Beschäftigte) zu übernehmen. Über Mitgliedervorteilsregelungen wollten sie gar nicht erst nicht sprechen.

Einen Anspruch der Beschäftigten darauf, die Arbeitszeitverkürzung von 39 auf 38 Stunden auch in ganzen freien Tagen umzusetzen, wollten die Arbeitgeber ebenfalls nicht vereinbaren. Empörend ist in diesem Zusammenhang, dass sie vielmehr die Position vertreten, dass diese eine Stunde einen Gegenwert von 2,56 Prozent Gehaltserhöhung habe, der bei einem neuen Abschluss auch berücksichtigt werden müsse.

Die Umsetzung der Arbeitszeitsreduzierung ist in vielen Häusern nicht gut gelaufen. Zu denken, dass über flexible Arbeitszeitkonten und Gleitzeittage die Belastung gesunken sei, ist falsch. Mangels Personalaufstockung hat sich die Arbeitsbelastung für die Beschäftigten dadurch nur noch mehr erhöht. Den Gegenwert hätten die Beschäftigten angesichts der Inflation lieber auf dem Konto gehabt. Umso enttäuschender für uns, dass es keine Bereitschaft gibt, eine verbindliche Regelung dazu zu treffen.

Christiane Kutil-Bleibaum, Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, Mitglied der ver-di-Verhandlungskommission

Auf der Arbeitgeberseite gab es auch keinerlei Bereitschaft, über eine soziale Komponente von 500 Euro Mindesterhöhung zu sprechen. Davon würden insbesondere Beschäftigte mit niedrigen und mittleren Einkommen profitieren.

Unsere Forderungen im Überblick:

  • 12,5 % mehr Gehalt, mindestens aber 500 € pro Monat
  • 250 € höhere Vergütung für Nachwuchskräfte
  • Einstieg in Verhandlungen über eine Weiterentwicklung der Arbeitszeitregelungen

Wir müssen der Arbeitgeberseite nun klar und deutlich machen, dass sie so nicht mit ihren Beschäftigten umgehen können und zur nächsten Verhandlungsrunde ein ernsthaftes Angebot vorlegen müssen. Dazu brauchen wir den sichtbaren Rückhalt in den Belegschaften. Es kommt daher jetzt auf jede*n Einzelnen an.

Beteiligt euch an Aktionen und ersten  Warnstreiks in den kommenden Tagen und bringt eure Kolleginnen und Kollegen mit. Nur gemeinsam können wir jetzt dafür sorgen, dass die Arbeitgeber sich bewegen. Das der Zusammenhalt in der aktuellen Tarifrunde groß ist, zeigen die über zehntausend Stützunterschriften, die wir im Rahmen des Stärkestests in den letzten Wochen zusammen gesammelt haben.  

Hier gibt es diese Tarifinfo auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen

Fotos von der Kundgebung zum Start der Verhandlungen:

Betriebliche Aktionswochen bei den Banken!

Stärketest in Berlin

Im Ramen der Tarifrunden private Banken und öffentliche Banken starten wir am 6. Mai unsere betrieblichen Aktionswochen. Bis zum 17. Mai wollen wir dabei mit möglichst vielen Kollegen*innen zu unseren Forderungen und der Tarifrunde ins Gespräch kommen und bitten um Unterstützungsunterschriften für unsere Stärketests. Heute waren unsere Aktiven dazu schon in Köln, Essen und Berlin unterwegs, aber seht selbst!

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Bereits seit vielen Wochen sind in Hamburg Kolleginnen und Kollegen aus Deutsche Bank, Commerzbank, UniCredit und Haspa dabei, die kommende Tarifrunde auf breite Füße stellen. Natürlich auch mit unserem Stärketest

Am Montag, den 6.Mai, haben sich über 20 Kolleginnen und Kollegen im Rahmen eines Bildungsurlaubes im Hamburger Gewerkschaftshaus getroffen und noch mal ganz intensiv miteinander ihre Arbeit ausgebaut. Dabei liegt der Fokus auf einer breiten Beteilung unserer Kolleg*innen in der Tarifrunde und jetzt natürlich beim Stärketest.

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Und auch in Frankfurt am Main waren heute unsere Aktiven unterwegs und haben Unterstützungsunterschriften für den Stärketest gesammelt.

Da war richtig Aufbruchstimmung zu spüren. Und morgen geht es weiter!

Forderungen für die öffentlichen Banken beschlossen

ver.di, 6.Runde Tarifverhandlungen öffentliche Banken

Bis zum 22. März 2024 konnten die ver.di-Mitglieder in einer Mitgliederbefragung über die Forderungen für die Tarifrunde öffentliche Banken 2024 abstimmen. Auf dieser Basis hat die ver.di-Tarifkommission nun die Forderungen für die diesjährige Tarifrunde beschlossen.

Verhandelt wird ab Juni 2024 gemeinsam für die Beschäftigten und Nachwuchskräfte der öffentlichen Banken.

Unsere Gehaltsforderungen im Überblick:

  • Steigerung der Gehälter um 12,5 Prozent, mindestens aber um 500 Euro
  • Übertragung des Gehaltsabschlusses auch auf Beschäftigte im übertariflich bezahlten Bereich (auch AT-Beschäftigte genannt)
  • Steigerung der Vergütungen für Nachwuchskräfte um 250 Euro
  • Die Forderungen beziehen sich auf eine Laufzeit von 12 Monaten

Vor uns liegt eine herausfordernde Tarifrunde: Wir fordern ein deutliches Einkommensplus, um den aufgelaufenen Reallohnverlust der Beschäftigten der öffentlichen Banken auszugleichen. Das geht uns alle an. Unser Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, dass wir jetzt zusammenstehen.

Jan Duscheck

Umsetzung der Arbeitszeitverkürzung und lebensphasenorientierten Arbeitszeitgestaltung
Wir haben den Fokus in dieser Tarifrunde bewusst auf das Thema Gehaltserhöhung gelegt. Darüber hinaus sehen wir dringenden Gesprächsbedarf rund um die verschiedenen Aspekte unserer Arbeitszeit. Viele Kolleg*innen wünschen sich mehr Entlastungsmöglichkeiten durch eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung. Egal ob als Berufseinsteiger*in oder als Beschäftigte*r in der letzten Phase des Berufslebens: Wir alle haben individuelle Bedürfnisse und Ansprüche an eine moderne Arbeitszeitgestaltung. Wir als ver.di greifen dies auf und wollen für die Beschäftigten und Nachwuchskräfte mehr Souveränität bei der Gestaltung der persönlichen Arbeitszeit.

Mit der Forderung nach einer deutlichen Erhöhung der Vergütungen, der Forderung nach einer Verlängerung der Übernahmeregelung für Auszubildende und dual Studierende sowie der Mindestforderung von 500 Euro setzen wir besonders für Nachwuchskräfte und Berufseinsteiger einen wichtigen Schwerpunkt in der Tarifrunde. Hier brauchen wir auch besonders viel Unterstützung.

Usamah Hammoud

Konkret wollen wir in dieser Tarifrunde im ersten Schritt Folgendes erreichen:

  • Die Stärkung des tarifvertraglichen Anspruchs von Beschäftigten, die die zum 01. Januar 2024 vereinbarte wöchentliche Arbeitszeitverkürzung von einer Stunde wahlweise auch in ganzen freien Tagen umsetzen können.
  • Die Möglichkeiten der Beschäftigten zur lebensphasenorientierten Gestaltung ihrer (Lebens-) Arbeitszeit verbessern. Hierzu wollen wir einen Einstieg in entsprechende Verhandlungen erreichen.

Mitgliedervorteilsregelung

Unsere ver.di-Mitglieder machen mit ihrem Engagement die gewerkschaftliche Arbeit und die Tarifrunden erst möglich. Neben einem finanziellen Beitrag bringen sich viele zusätzlich mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit in ihrer Freizeit ein. Wir finden: Das sollte gewürdigt werden und fordern daher zwei zusätzliche freie Tage nur für ver.di-Mitglieder.

Für eine sichere Zukunft: Übernahme der Nachwuchskräfte
Nach der Ausbildung bzw. dem Studium ist ein erfolgreicher Berufseinstieg für Nachwuchskräfte besonders wichtig. Daher setzen wir uns dafür ein, dass die bis Sommer 2023 befristete Übernahmeregelung verlängert und weiterentwickelt wird.

Wir brauchen jetzt jede Kollegin und jeden Kollegen aus der öffentlichen Bankenbranche: Wir wollen eine spürbare Gehaltserhöhung durchsetzen. Das schaffen wir nur gemeinsam. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich bei unserer Gewerkschaft ver.di zu organisieren.

Sandra Hennecke

Zusammenstehen in herausfordernden Zeiten

Die kommende Tarifrunde wird außerordentlich herausfordernd. Jetzt kommt es darauf an, dass wir alle zusammenstehen. Es steht viel auf dem Spiel: Der Stopp unserer inflationsbedingten Reallohnverluste liegt in unserer Hand. Jetzt zählt es: Durch eine ver.di-Mitgliedschaft sowie eine Beteiligung an unseren ersten Aktionen, wie z. B. den Unterschriftensammlungen zu unseren Forderungen, kann jede*r ab sofort einen konkreten Beitrag zum Erfolg der Tarifrunde leisten und profitiert selbst davon.

Wir haben in dieser Tarifrunde bewusst den Fokus auf das Thema Gehalt gelegt. Denn hier brauchen wir zeitnah entscheidende Erhöhungsschritte. Darüber hinaus wollen wir auch das Thema Arbeitszeit weiterverfolgen. Darum brauchen wir ein klares Commitment der Arbeitgeberseite, mit uns an diesem Thema weiterzuarbeiten und Regelungen zu entwickeln, die den unterschiedlichen Lebensphasen und Bedürfnissen von uns Beschäftigten Rechnung tragen.

Thomas Möhler

Hier gibt es diese Tarifinfo für die öffentlichen Banken auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gibt es nur mit einem Tarifvertrag!

Ungleiche Bezahlung in der Bankenbranche

Foto: canva.com

Auch in diesem Jahr liegt am und rund um den 8. März wieder der Fokus auf den Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen.

Denn trotz einiger Fortschritte in den letzten Jahren, gibt es besonders rund um das Thema gleiche Bezahlung immer noch viel zu tun. Gerade in der Bankenbranche als Teil der Finanzdienstleistungsindustrie ist der Gender Pay Gap immer noch besonders groß (siehe Grafik). Problematisch ist zudem, dass der Gender Pay Gap auch in unserer Branche bei steigender Berufserfahrung immer weiter zunimmt. Denn gerade in den außertariflichen Bereichen gibt es häufig größere Spielräume für die Arbeitgeberseite und es kommt hier häufiger zu Ungleichbehandlung.

Die Postbank Filialvertrieb AG hat bei den Beschäftigten einen hohen Frauenanteil. Viele der Betroffenen arbeiten in Teilzeit – freiwillig und unfreiwillig. An dieser strukturellen Benachteiligung von Frauen müssen wir arbeiten, um diese schnellstmöglich aufzuheben. In der aktuellen Tarifauseinandersetzung kämpfen wir für eine bessere Teilzeitregelung, die es den Beschäftigten ermöglicht problemlos in die Vollzeit zurückzukehren und natürlich eine bessere Bezahlung!

Susanne Bleidt, Vorsitzende Gesamtbetriebsrat Postbank Filialvertrieb A

Mehr Fairness durch Tarifvertrag!

Ein Weg hin zu fairen und für alle transparenten Löhnen sind Tarifverträge! Denn diese unterscheiden nicht zwischen Mann und Frau. Sie gelten für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in tarifgebundenen Betrieben gleichermaßen. In Tarifverträgen ist zum Beispiel geregelt, dass Gehälter mit zunehmender Berufserfahrung automatisch steigen.

Auch wenn es den Internationalen Frauentag seit mehr als 100 Jahren gibt und in dieser Zeit Einiges in Sachen Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht wurde, dürfen wir nicht nachlassen uns weiterhin für die Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Frauen in der Gesellschaft, in der Arbeitswelt und unseren Betrieben einzusetzen. Tarifverträge sind dafür ein wichtiges Instrument, aber es braucht auch eine gelebte Kultur in den Banken, sowie die entsprechenden Rahmenbedingungen, um die Gleichberechtigung im Beruf möglich zu machen.

Andrea Hartmann, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der Bausparkasse Schwäbisch Hall und Mitglied der ver.di Tarifkommission privates Bankgewerbe

Gerade in diesem Jahr stehen wir vor großen Herausforderungen: Durch die hohe Inflation der letzten Jahre haben wir alle real an Gehalt verloren und unsere Kaufkraft ist gesunken. Und obwohl die Inflation langsam wieder sinkt, hält der Reallohnverlust an. In diesem Jahr wollen wir uns gemeinsam dafür engagieren, diese Entwicklung aufzuhalten. Im Rahmen der Verhandlungen für die Tarifbereiche Postbank und Postbank Filialvertrieb streben wir deshalb einen entsprechend hohen Tarifabschluss an. Allen muss klar sein, dass wir diesen nicht geschenkt bekommen. Freiwillig wird sich die Deutsche Bank nicht mehr bewegen als unbedingt nötig. Lassen Sie uns ihnen gemeinsam zeigen, was wir für nötig halten.

Stärken Sie sich und uns den Rücken und organisieren Sie sich mit vielen anderen Tausenden von Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Gewerkschaft ver.di!

Auch in dieser Tarifrunde wird uns nichts geschenkt werden! Lasst uns zusammenstehen und den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zeigen, dass uns ein angemessener Beitrag zur Deckung der gestiegenen Lebenshaltungskosten zusteht.

Sabine Kannenberg, stellv. Vorsitzende des ver.di Bundesfachgruppenvorstandes Bankgewerbe und Betriebsrätin bei der Commerzbank

Engagiert bleiben: Gute Rahmenbedingungen für mehr Gleichberechtigung

Wir als ver.di setzen uns tarifpolitisch und gesellschaftspolitisch dafür ein, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte haben und die gleichen Möglichkeiten, ihr Leben frei von finanziellen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten zu gestalten. Das kann nur gelingen durch:

  • tarifpolitisch: angemessene tabellenwirksame Entgelterhöhungen in den laufenden Tarifverhandlungen
  • eigenständige finanzielle Existenzsicherung von Frauen als Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben,
  • eine starke Gestaltung der Rahmenbedingungen im Unternehmen und der Gesellschaft, um eine faire Aufteilung von bezahlter Erwerbs- und unbezahlter Familienarbeit zwischen Frauen und Männern und mehr Aufstiegskarrieren für Frauen möglich zu machen,
  • gute öffentliche Angebote für die Betreuung von Kindern und die Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen.

Hier gibt es diese Tarifinfo für die Postbank auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen

Hier gibt es diese Tarifinfo für die öffentlichen Banken auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen

Besser dran mit Tarifvertrag

Ein Geschenk wird überreicht

Foto: canva.com

Auch in der Bankenbranche bekommen wir nichts geschenkt!

Zeit für Diejenigen, die einem wichtig sind und ein Budget für kleinere und größere Geschenke für unsere Liebsten: Vieles, was für uns in diesen Tagen wichtig ist, wird durch unseren Tarifvertrag möglich gemacht. Wir stellen ein paar der wichtigsten Regelungen rund um die Weihnachtstage und den Jahreswechsel vor.

24.12. und 31.12. sind frei dank Tarifvertrag

Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen zu Weihnachten (25.12. und 26.12.) sowie Neujahr (01.01.) regelt der Tarifvertrag, dass der 24.12. dienstfrei ist und auch der 31.12. grundsätzlich dienstfrei sein soll. Zu Silvester kann man nur zu zwingend erforderlichen Arbeiten, wie Jahresabschlussarbeiten eingesetzt werden, erhält dafür aber einen entsprechenden Ausgleichstag. Dies regelt § 3 des Manteltarifvertrages für das private Bankgewerbe bzw. für die öffentlichen Banken.

Für 2023 fallen beide Tage leider auf einen Sonntag und sind damit ohnehin frei – aber wir haben im Rahmen der Recherche für diesen Infoflyer nachgeschaut, im kommenden Jahr liegen beide Tage wieder auf einem Wochentag, jeweils dem Dienstag.

30 statt nur 20 Tage: Dank des tariflichen Urlaubsanspruchs

Die Zeit rund um Weihnachten und rund um den Jahreswechsel bietet sich für die meisten Menschen auch für einen kurzen oder längeren Urlaub an. Gut, dass es bei uns in der Bankenbranche 30 Urlaubstage gibt, immerhin 10 Tage mehr als durch den Gesetzgeber vorgeschrieben.

Übrigens: Wer in seinem Weihnachtsbzw. Jahresendurlaub krank wird, sollte sich die dies ärztlich bescheinigen lassen und dem Arbeitgeber mitteilen. Denn Krankheitstage gelten nicht als Urlaubstage. Dann behält man den Anspruch auf die durch Krankheit ausgefallenen Urlaubstage und kann den Urlaub zu einem anderen Zeitpunkt nachholen (siehe §9 Bundesurlaubsgesetz).

Mehr finanzieller Spielraum dank tariflicher Sonderzahlungen

In der Bankenbranche gibt es dank unserer Flächentarifverträge einen Anspruch auf ein 13. Monatsgehalt. Durch die Formulierung „13. Gehalt“ ist sichergestellt, dass sich diese Sonderzahlung mit jedem Tarifabschluss entsprechend erhöht.

Durch freiwillige Betriebsvereinbarung können die Betriebsparteien vereinbaren, dass ein Teil dieser Sonderzahlung vom Unternehmenserfolg abhängig ist. Die tarifvertraglich erlaubte Bandbreite liegt zwischen 90 Prozent und 120 Prozent, der Großteil der Sonderzahlung ist garantiert und sicher. Und muss jeweils im laufenden Kalenderjahr gezahlt werden. Lediglich der variable Teil darf auch in den ersten sechs Monaten des darauffolgenden Jahres ausgezahlt werden.

Und wann tut sich endlich wieder was beim Thema Gehalt?

Derzeit bereiten wir die kommende Entgelttarifrunde für den kommenden Juni 2024 vor. Im Frühjahr werden wir hierfür miteinander die genauen Forderungen diskutieren und aufstellen. Als ver.diMitglied werden wir Sie hier selbstverständlich wieder einbeziehen.

Und natürlich legen wir bis dahin nicht die Hände in den Schoß, denn wir wissen, dass die hohen Preissteigerungen sehr vielen Beschäftigten zu schaffen machen. Wir engagieren uns weiter – zusammen mit den Personal- und Betriebsräten – für die volle Auszahlung des vom Gesetzgeber möglich gemachten Betrags in Höhe von 3.000 Euro als steuer- und sozialabgabenfreie Inflationsausgleichsprämie bzw. Energiegeld in allen Unternehmen der Bankenbranche. In vielen Unternehmen waren wir damit bereits erfolgreich.

Auf unserer Kampagnenseite informieren wir über die aktuellen Entwicklungen und Erfolge.

Nun wünschen wir Ihnen und Ihren Liebsten ein paar schöne und hoffentlich erholsame Feiertage und einen guten Start ins (Tarifrunden-) Jahr 2024!

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Ab Juli 2,0 Prozent mehr Gehalt durch Tarifvertrag

Protest vor Tarifverhandlung

Foto: Kay Herschelmann

Zweite Stufe des Tarifabschlusses wird umgesetzt

Mit der Erhöhung der Gehälter um 2,0 Prozent ab 01. Juli 2023 wird die nächste Stufe des Tarifabschlusses zwischen ver.di und dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschland (VÖB) aus dem letzten Jahr umgesetzt. Die erste Stufe mit einer Erhöhung der Gehälter um 3,0 Prozent erfolgte bereits im letzten Jahr. Der Tarifabschluss aus dem April 2022 sieht insgesamt zwei Erhöhungsschritte der Tarifgehälter und als weiteren Bestandteil die Verkürzung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde (entspricht dem Wert einer linearen Gehaltserhöhung von ca. 2,6 Prozent) zum 01. Januar 2024 vor.

Arbeitszeitverkürzung zum 1. Januar 2024 – Umsetzung auch in ganzen freien Tagen möglich

Zwölf Minuten weniger pro Tag zu arbeiten, kann eine Option sein. Zusätzlich sollen die Beschäftigten auch die Möglichkeit haben, die Arbeitszeitverkürzung ab 2024 auch als ganze freie Tage (bis zu sieben Tage) umzusetzen. In vielen Instituten engagieren sich gerade die Personalrats- bzw. Betriebsratsgremien mit unserer Unterstützung dafür, dass ein entsprechendes Wahlrecht umgesetzt wird. Gleichzeitig achten wir gemeinsam darauf, dass diese Arbeitszeitverkürzung nicht zu einer Arbeitsverdichtung und noch mehr Belastung bei den Beschäftigten führt.

6,0 Prozent und mehr – Inflation bleibt auch in 2023 hoch – ver.di fordert weitere Entlastung für die Beschäftigten durch Einmalzahlungen!

Klar ist: Die Erhöhungen der Tarifgehälter um 3,0 Prozent (in 2022) bzw. 2,0 Prozent (aktueller Schritt) können die aktuellen Inflationswerte nicht ausgleichen.

Die Konsequenz: Unsere Einkommen verlieren seit Monaten real an Wert – unsere Kaufkraft sinkt immer mehr. Dies gilt es mit der Tarifrunde im kommenden Jahr wieder auszugleichen, indem wir uns gemeinsam für entsprechend hohe Einkommenssteigerungen einsetzen. Der aktuelle Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende Mai 2024. Erst dann kann er durch uns als ver.di gekündigt werden und wir können die Arbeitgeberseite zu einer neuen Verhandlungsrunde auffordern.

In der Zwischenzeit setzen wir uns dafür ein, dass in allen Instituten eine Energiegeld- bzw. eine Inflationsausgleichsprämie gezahlt wird. Bereits im Sommer des letzten Jahres haben wir uns als ver.di hierfür stark gemacht. Im Ergebnis haben sehr viele Institute entsprechende Zahlungen zugesagt und geleistet. Einige Unternehmen haben bereits den steuer- und abgabenfreien Gesamtbetrag in Höhe von 3.000 Euro ausgezahlt, der überwiegende Teil jedoch erst einmal einen Teilbetrag, manche Arbeitgeber waren bisher noch überhaupt nicht bereit, eine entsprechende Zahlung zu leisten.

Unsere Forderung ist klar: Wir fordern alle Institute auf, bis Ende des Jahres ihre Beschäftigten in dieser wirtschaftlichen Ausnahmesituation finanziell zu unterstützen und den gesamten steuer- und abgabenfreien Betrag von 3.000 Euro an sie auszuzahlen.

Die hohe Inflation betrifft vor allem Waren und Dienstleistungen (Nahrungsmittelpreise und Energiepreise) des täglichen Bedarfs. Eine Entlastung ist für die Beschäftigten dringend notwendig und die finanziellen Spielräume dafür in den Häusern sind da.

ver.di-Beschäftigtenbefragung zu den Arbeitsbedingungen in der Bankenbranche

Gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben wir auch in diesem Jahr einen Online-Fragebogen entworfen, in dem wir die Beschäftigten in der Bankenbranche wieder zu verschiedenen Aspekten ihres Arbeitsalltages befragen. Die Befragung läuft von Juni bis September. Im Herbst werden wir die Ergebnisse dann vorstellen.

Nach 2018 und 2021 führen wir die Beschäftigtenbefragung inzwischen zum dritten Mal durch und können damit auch die Entwicklung der Arbeitsbedingungen der letzten Jahre beurteilen. Sie ist die größte institutsübergreifende Befragung zu den Arbeitsbedingungen in der Bankenbranche in Deutschland. Die Ergebnisse haben Einfluss auf die Arbeit von uns als ver.di und der Personal- und Betriebsräte der Bankenbranche und werden auch in den unterschiedlichen Sozialpartnerdialogen mit den Arbeitgebervertretungen der Unternehmen diskutiert. Außerdem leiten wir aus den Ergebnissen der Befragung auch die Forderungen für die kommenden Tarifrunden 2024 ab. Wir sichern dabei zu, dass alle Angaben anonym bleiben. Bei der Befragung werden keine persönlichen Daten erhoben oder verarbeitet.

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Überarbeitung der Entgeltstrukturverhandlungen unterbrochen

Foto: Canva.com

In den letzten Tagen haben wir bereits unsere Mitglieder vorab darüber informiert, dass wir bei unseren Gesprächen mit dem Bundesverband der Öffentlichen Banken (VÖB) über eine neue Entgeltordnung an einem Punkt angekommen sind, wo eine Denkpause notwendig erscheint. Deshalb haben die Sozialpartner beschlossen, die Verhandlungen zu unterbrechen und sie zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt wiederaufzunehmen.

Wir sind der Meinung, dass bei einem System, das über Jahrzehnte tragen soll, das transparent sein soll und das den veränderten Anforderungen an die moderne Arbeitswelt gerecht werden soll, auf jeden Fall Qualität vor Schnelligkeit geht.

Dies bedeutet auch, dass wir die noch offenen Punkte sorgfältig bewerten und diskutieren und mit dem VÖB erst dann erneut sprechen, wenn dieser dazu ebenfalls eine einheitliche Sicht entwickelt hat.

Was bedeutet die Verhandlungsunterbrechung für Sie als Tarifbeschäftigte*r?
Für Sie ändert sich in der Praxis nichts. Die Tarifbindung und Tariftabelle bleibt weiterhin die Grundlage für Ihre Eingruppierung, da für diese Tarifverhandlungen der Tarifvertrag nicht gekündigt wurde.

Umsetzung der Arbeitszeitverkürzung um eine Stunde bei vollem Lohnausgleich zum 01.01.24
Ein weiteres Thema, das aus dem letzten Abschluss noch umzusetzen ist, betrifft die Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf dann 38 Stunden/Woche* ab dem 01.01.2024 bei vollem Lohnausgleich.

Wie im Tarifabschluss festgelegt wollen wir auf jeden Fall sicherstellen, dass die Beschäftigten eine echte Wahlmöglichkeit haben, wie diese Verkürzung umgesetzt wird.

12 Minuten weniger pro Arbeitstag zu arbeiten, kann eine Option sein. Wir finden aber, dass echte Entlastung viel besser zu realisieren ist, wenn die Mitarbeitenden auch die Chance haben, bis zu sieben Tage pro Jahr zusätzlich frei zu haben.

Eine Möglichkeit zur Auszahlung bzw. dem Abgelten der Arbeitszeitverkürzung als jährliche Einmalzahlungen oder monatliche Gehaltszahlung sieht der Flächentarifvertrag nicht vor. Der Versuch der Arbeitgeber einzelner Institute, dies betrieblich durchzusetzen ist tarifwidrig und damit rechtlich unzulässig. Wir sind überzeugt davon, dass die Arbeitszeitverkürzung ein wichtiger Baustein für die Entlastung und Attraktivität unserer Branche ist.

Dort, wo es berechtigte Interessen von Beschäftigtenseite gibt, ein Wahlrecht zwischen mehr Freizeit und mehr Geld zu ermöglichen, muss dies im Rahmen einer Anpassung des Flächentarifvertrages oder durch Haustarifvertrag erfolgen.

Was steht noch an?
Zum 01.07.2023 steigen die Gehälter um weitere 2,0%.

Damit wir in der kommenden Tarifrunde im Jahr 2024 höhere Abschlüsse erzielen und Ihre Bedürfnisse noch besser umsetzen können, braucht es auch im kommenden Jahr eine engagierte Tarifrunde mit vielen Aktiven in den Betrieben. Wir werden in Kürze die Befragung der Belegschaften beginnen und bitten Sie schon heute, sich die Zeit dafür zu nehmen und sich zu beteiligen.

Nur gemeinsam sind wir stark.
Wir für Tarif.
Auch 2024

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„Augenblick mal“ – das Magazin für Beschäftigte der öffentlichen Banken

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

wir freuen uns, Dir heute eine neue Ausgabe des Magazins für die Beschäftigten in den öffentlichen Banken präsentieren zu können.

Ab dieser Ausgabe hat das Magazin einen sehr passenden Namen: ‚Augenblick mal!’

Denn auch in diesem Jahr wird es wieder genügend Themen geben, wo wir und Du uns denken: ‚Augenblick mal!’ Das muss ich mir doch genauer anschauen , oder „Augenblick mal!“, so können die Arbeitgeber nicht mit uns umgehen.

Zu lesen gibt es wieder viele interessante Artikel zu folgenden Themen:

  • Homeoffice mit Meeresbrisengarantie
    Wie sich Urlaub und Arbeit verknüpfen lassen
  • Der Blick über den öffentlichen Tellerrand
    oder: Warum ist ver.di bei der Commerzbank so erfolgreich?
  • Alle Jahre wieder…
    Bericht aus der Bundesfachgruppenkonferenz ver.di.


Hier steht das Magazin zum Download bereit.

Wir freuen uns über Dein Feedback oder über Deine Meinung zu den Inhalten der einzelnen Artikel an banken@verdi.de

Viele Grüße
Dein ver.di-Redaktionsteam