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Mehr Geld oder mehr Freizeit?

Bild: Nina Uhlíková, pexels.com

In den Umsetzungsgesprächen des Tarifabschlusses aus diesem Jahr sind die Tarifvertragsparteien übereingekommen, dass eine Formulierung aus dem letzten Tarifabschluss aus 2019 noch angewendet werden muss: Demnach haben Beschäftigte bis Juni 2022 Anspruch auf die Umwandlung aller linearen Gehaltssteigerungen in Freizeit, dies gilt also auch für die erste Stufe aus dem Abschluss 2022.

Bis Ende Juni könnt ihr euren Wunsch auf Umwandlung beim Arbeitgeber anzeigen. Für die lineare Stufe im kommenden Jahr wird dies nicht möglich sein.

Was kann umgewandelt werden?

Die komplette erste Stufe in Höhe von 3,1 Prozent. Die so entstehenden freien Tage können wie Urlaubstage genommen werden. Bei einer 5-Tage-Woche ergibt sich daraus, dass rechnerisch ein Wert von 7,4 Tagen entsteht. Hier könnt ihr entscheiden, ob ihr die Umwandlung auf sieben Tage abrunden oder auf acht Tage aufrunden wollt (bei einer abweichenden Aufteilung der Arbeitszeit auf die Wochentage gelten entsprechend andere Werte).

Die Arbeitgeberseite hat zudem signalisiert, dass sie mit der Umsetzung der Umwandlungswünsche erst im September beginnen kann. Bitte beachtet, dass die Umsetzung zwar erst im September, aber dann rückwirkend zum Juni erfolgt. Erfreulich ist, dass dadurch bereits in 2022 mehr freie Tage möglich sind. Es muss jedoch beachtet werden, dass voraussichtlich mit dem Septembergehaltslauf eine Verrechnung der bereits ab Juni gezahlten Tariferhöhung erfolgen wird.

Was ist zu beachten?

Die Umwandlung in freie Tage wird „technisch“ wie eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit umgesetzt. Andere tarifliche oder sonstige Leistungen (z. B. variable Vergütungsbestandteile, Sonderzahlungen, Altersversorgung etc.), die abhängig sind von der erbrachten wöchentlichen Arbeitszeit, werden dann auf der Basis der verringerten Wochenarbeitszeit berechnet und reduzieren sich ebenfalls.

Das gilt nicht für den tariflich festgelegten Jahresurlaub: Habt ihr beispielsweise Anspruch auf 30 Tage Urlaub, bleibt es dabei. Bitte informiert euch vorher, welche Auswirkungen die Reduzierung der Arbeitszeit bei euch konkret hat!

Kann ich meine Gehaltsumwandlung in mehr Freizeit rückgängig machen?

Wenn keine Umwandlung mehr in freie Tage gewünscht ist und ihr wieder auf die alte Arbeitszeit zurückkehren möchtet, besteht die Möglichkeit, dies bis zum 30. Juni eines jeden Jahres gegenüber dem Arbeitgeber anzuzeigen.

Spätestens zum 01. Januar des Folgejahres wird das dann umgesetzt. Das geht auch für jede Gehaltssteigerung einzeln, wenn mehr als eine Gehaltssteigerung umgewandelt wurde. Eine Rückkehr in die alte Arbeitszeit kann letztmalig am 30. Juni 2024 (dann wirksam ab Januar 2025) angezeigt werden.

Unterbleibt dies, bleibt die wöchentliche Arbeitszeit dauerhaft reduziert. Eine Rückkehr zur alten Arbeitszeit ist dann nur im engen gesetzlichen Rahmen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes möglich.

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Ab Juni: 3,1 Prozent mehr Geld für Tarifbeschäftigte

Bild: maitree rimthong, pexels.com

Mit dem Gehalt für Mai haben bereits alle Tarifbeschäftigten eine Sonderzahlung von 750 Euro bekommen (Teilzeitbeschäftigte anteilig). Für Auszubildende betrug die Sonderzahlung 200 Euro. Ab Juni steigen die Gehälter für Tarifbeschäftigte um 3,1 Prozent, womit nun die erste Erhöhungsstufe umgesetzt wird.

Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ebenfalls im Juni um 50 Euro. Die nächsten Schritte sind dann eine weitere Sonderzahlung im Januar 2023 und die zweite Gehaltssteigerung im Februar 2023 in Höhe von 2,1 Prozent, mindestens aber 100 Euro.

Neben der Erhöhung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen konnte ver.di u. a. noch Folgendes erreichen:

  • Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen
    Der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen wird für alle Tarifbeschäftigten bis zum 31. Januar 2024 verlängert.
  • Übernahme nach der Ausbildung
    Auszubildende mit einer Abschlussnote von 2,6 erhalten ein Angebot für ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im Deutsche Bank Konzern.
  • Regelung zur mobilen Arbeit (Postbank Klassik)
    Beschäftigte dürfen bis zu 60 Prozent ihrer individuellen vertraglichen Wochenarbeitszeit mobil arbeiten, wenn sie eine Rolle innehaben, die 40 Prozent mobiles Arbeiten erlaubt. Die Möglichkeit, 60 Prozent mobil zu arbeiten, kann nur aus bestimmten Gründen versagt werden. Diese Vereinbarung ist bis zum 31. Januar 2024 befristet.
  • Altersteilzeitregelung (Postbank Filialvertrieb)
    Beschäftigte dürfen ab dem 56. Lebensjahr für maximal neun Jahre eine Altersteilzeitregelung beanspruchen – auch im
    Blockmodell. Diese Option besteht für vier Prozent der MaSV und VBB-Filiale sowie für zwei Prozent der KB und LMG. Das Altersteilzeitgeld wird vom Arbeitgeber um 35 Prozent aufgestockt.
  • Erinnerung für Beschäftigte, die Gehalt in Freizeit umwandeln
    Die Beschäftigten, die ihre Umwandlung von Gehalt in Freizeit zum 31. Dezember 2022 beenden möchten, müssen dies bis zum 30. Juni 2022 gegenüber der Arbeitgeberseite erklären. Die letzte Möglichkeit für die Rückkehr in Vollzeit besteht dann im Juni 2024.

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Deutliche Mehrheit für Annahme des Tarifabschlusses!

Aktive der Postbank bei einem Streik

In den vergangenen beiden Wochen hatten die ver.di-Mitglieder in den Tarifbereichen Postbank und Postbank
Filialvertrieb die Möglichkeit, über das Verhandlungsergebnis der Tarifrunde 2022 abzustimmen.

Inzwischen können wir feststellen: Das Votum ist eindeutig! 90 Prozent der Mitglieder stimmten für die Annahme des
Verhandlungsergebnisses. Damit können die Tarifkommissionen auch formal die neuen Tarifverträge unterzeichnen.

»Das deutliche Votum der Mitglieder zeigt, dass das Verhandlungsergebnis auf große Akzeptanz stößt. Einmal mehr haben die Beschäftigten gezeigt, wie wichtig es ist, zur richtigen Zeit zusammenzustehen!«

Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer

Was bedeutet das nun konkret? Hier noch einmal die wichtigsten Punkte im Überblick.

Mehr Geld

  • Bereits in wenigen Wochen (Monat Mai) erhalten alle Beschäftigten eine Einmalzahlung von 750 Euro.
  • Ab dem 1. Juni steigen die Gehälter um 3,1 Prozent.
  • Im Januar 2023 erhalten alle Beschäftigten eine weitere Einmalzahlung von 750 Euro.
  • Ab dem 1. Februar 2023 steigen die Gehälter um weitere 2,1 Prozent, mindestens aber um 100 Euro.

Kündigungsschutz verlängert

Den bis 30. Juni 2023 befristeten Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen konnten wir bis 31. Januar 2024 verlängern. Das schafft Sicherheit und zwingt die Bank, bei weiterem Personalabbau intelligente und sozialverträgliche Lösungen anzuwenden.

Tarifvertrag für Altersteilzeit – Postbank Filialvertrieb

Beschäftigte haben nach Vollendung des 56. Lebensjahres Anspruch auf eine neunjährige Altersteilzeitregelung, die auch im Blockmodell möglich ist. Die Altersteilzeitvergütung wird um 35 Prozent aufgestockt. Vier Prozent der MaSV und VBB-Filiale sowie zwei Prozent der KB und LMG erhalten unbeschränkten Zugang zur Altersteilzeit. Anträge, die über die vereinbarten Quoten hinausgehen, können von einer paritätischen Kommission bewilligt werden. Das Gleiche gilt auch für Anträge mit einer längeren Laufzeit.

Mobile Arbeit – Postbank Klassik

Beschäftigte dürfen künftig bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice oder mobil arbeiten. Voraussetzung ist, dass das Tätigkeitsprofil mobile Arbeit bis zu 40 Prozent erlaubt. Einen entsprechenden Wunsch von Beschäftigten kann die Arbeitgeberseite nur sehr eingeschränkt ablehnen. Damit ist es ver.di gelungen, eine wichtige Grundlage für modernes Arbeiten (auch nach der Pandemie) zu schaffen.

Fazit

Die Zustimmungsquote von 90 Prozent zeigt, dass eine deutliche Mehrheit das Verhandlungsergebnis unterstützt. Dieser Tarifabschluss ist ein gemeinsames Ergebnis intensiver und engagierter Verhandlungen, aber eben auch betrieblicher Auseinandersetzungen. Das ging nur mit so vielen mutigen Beschäftigten! Ohne die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die sich an den Streiks beteiligt haben, wäre das nicht möglich gewesen.

Wir haben wieder gezeigt: Wenn es darauf ankommt, stehen wir zusammen. Wir für Tarif!

Eure ver.di-Verhandlungskommission

  • Postbank Klassik: Cindy Schirmer, Eric Stadler, Frank Fuß, Maximilian Knobloch, Timo Heider, Rüdiger Kruse, Tim Ritter
  • Postbank Filialvertrieb: Susanne Bleidt, Andrea Hintze, Steffi Kästner, Bernd Rose, Michael Scharpf, Ingo Schmitt
  • ver.di-Fachgruppe Bankgewerbe: Jan Duscheck, Kevin Voß, Roman Eberle

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Erläuterungen zum Tarifergebnis in der Postbank Filialvertrieb AG

Das am 22. März 2022 nach vielstündigen, äußerst schwierigen Verhandlungen erreichte Tarifergebnis für die Postbank Filialvertrieb AG bringt für ver.di-Mitglieder eine Reihe von Verbesserungen. Ergänzend zur Tarifinfo vom 23. März wollen wir im Folgenden einige Aspekte genauer erläutern.

Mehr Geld, soziale Komponente
Die vereinbarte Gehaltserhöhung von 3,1 Prozent ab Juni 2022, die beiden Einmalzahlungen von jeweils 750 Euro, eine weitere tabellenwirksame Erhöhung um 2,1 Prozent ab Februar 2023 und vor allem der zur zweiten Erhöhung geltende Mindestbetrag von 100 Euro garantieren den ver.di-Mitgliedern ein deutliches Gehaltsplus.

Die vereinbarten 100 Euro Mindesterhöhung ab Februar 2023 führen bei allen Tarifgruppen und in allen Tätigkeitsjahresstufen dazu, dass die prozentuale Erhöhung – in unterschiedlicher Weise – über die vereinbarten 2,1 Prozent hinausgeht. Selbstverständlich ist der Prozentwert am Anfang der Gehaltstabelle größer als am hinteren Ende.

Ohne Berücksichtigung der Einmalzahlungen führt das bei drei beispielhaften Tätigkeiten zu:

Die beiden Einmalzahlungen sind nicht tabellenwirksam. Werden sie bei den drei Beispielen einbezogen, bedeutet das bei 25 Monaten Laufzeit des Tarifvertrages – für ein Kalenderjahr berechnet – einen Einkommenszuwachs von 8,22 Prozent für MaSV und für die beiden KB 7,41 bzw. 8,0 Prozent. Dass die Einmalzahlung keine (wie von ver.di geforderte) abgabenfreie Coronaprämie ist, hat die Arbeitgeberseite zu verantworten. Die Steuer- und Abgabenfreiheit galt nur bis zum 31. März 2022, eine arbeitgeberseitige Vorabzusage für eine solche Zahlung war nicht gewollt.

Die neue Entgeltregelung gilt bis zum 31. Januar 2024. Der Anspruch von ver.di in dieser Tarifrunde war, die Gehälter möglichst gut gegen weitere Preissteigerungen abzusichern. Das ist mit diesem Tarifergebnis gelungen!

Tarifvertrag Altersteilzeit
Mit diesem Tarifvertrag wurde – endlich – eine Anspruchsgrundlage für Altersteilzeit geschaen. Ab 1. Juli 2022 dürfen Beschäftigte, die das 56. Lebensjahr vollendet haben, für die Dauer von bis zu neun Jahren Altersteilzeit beantragen. Derartige Anträge werden bewilligt, bis eine Quote von jeweils vier Prozent bei MaSV und VBB-Filiale erreicht ist sowie zwei Prozent der KB und LMG. Werden mehr Anträge gestellt, als die Quote vorsieht, kann darüber hinaus eine paritätische Kommission weitere Genehmigungen erteilen. Dabei sind betriebliche und persönliche Belange sowie die Personalsituation zu berücksichtigen. Auch ein späterer als im Tarifvertrag festgelegter Endzeitpunkt ist möglich, wenn die Kommission dem zustimmt. Die sechsköpfige paritätische Kommission bildet sich aus jeweils drei Vertreter*innen des Gesamtbetriebsrats und der Arbeitgeberseite.

In der Altersteilzeit beträgt der Teilzeitsatz 50 Prozent. Das Gehalt in der Altersteilzeit wird also zu 50 Prozent gezahlt und um weitere 35 Prozent (auf 85 Prozent) aufgestockt. Das gilt auch für evtl. vorhandene Besitzstände nach TV 7. Zusätzlich erhalten Beschäftigte während der Altersteilzeit nach dem gleichen System weiterhin etwaige Sonderzahlungen (z. B. Urlaubsgeld und Sonderzuwendung). Die erwirtschaftete variable Vergütung wird ebenfalls zur Hälfte gezahlt und um 35 Prozent aufgestockt. Somit ist die gesamte Altersteilzeit vergütet – auch in der Freizeitphase.

Sozialversicherungsrechtliche Fragen richten sich nach den üblichen gesetzlichen Bestimmungen. Außerdem ist geregelt, dass die erworbenen Wertguthaben aus der Altersteilzeit vererbbar sind und die Bank für eine Insolvenzsicherung zu sorgen hat.

Verlängerung Kündigungsschutz
Die seit vielen Jahren geltende tarifliche Regelung zum Schutz vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen wurde zuletzt 2019 bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Für ver.di war von Anfang an klar, dass ein Tarifergebnis mit einer längeren Laufzeit auch einen verlängerten Kündigungsschutz beinhalten muss. Die Arbeitgeberseite erklärte noch in der zweiten Verhandlungsrunde, eine Verlängerung sei „nicht notwendig“. Erreicht wurde jetzt, dass der Kündigungsschutz – ein hohes Gut im „gelben Teil“ des DB-Konzerns – bis zum 31. Januar 2024 verlängert wird. Niemand muss unfreiwillig von Bord gehen. Für einen Personalabbau benötigt die Bank intelligente Lösungen, die eine zumutbare Weiterbeschäftigung möglich machen, oder muss Beschäftigten attraktive Instrumente bereitstellen, damit sie früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden können.

Fazit
Einzig und allein durch die Ge- und Entschlossenheit der Beschäftigten, die hohe Streikbereitschaft und eine richtige Arbeitskampfstrategie von ver.di konnte in unsicheren Zeiten ein wirklich gutes Tarifergebnis erreicht werden. Unser herzlicher Dank geht an alle, die das möglich gemacht haben!

Die Arbeitgeberseite wird dieses Tarifergebnis – wie immer – für alle Beschäftigten umsetzen, egal ob ver.di-Mitglied oder nicht. Dieses Ergebnis war nur deshalb möglich, weil Beschäftigte der Postbank Filialvertrieb AG auch Mitglied der ver.di sind, seit teilweise vielen Jahren Gewerkschaftsbeiträge zahlen und sich aktiv für ihre Interessen engagieren. Wir bitten diejenigen, die noch keinen eigenen Beitrag geleistet haben, darüber nachzudenken, diese Haltung zu ändern.

Was passiert, wenn zu viele Beschäftigte glauben, sie bräuchten keine gewerkschaftliche Interessenvertretung, lässt sich derzeit im „blauen Teil“ des Konzerns beobachten: Seit neun Monaten gibt es dort kein Tarifergebnis. Parallel steigen die Preise und ebenso die Unsicherheit, wie es in nächster Zeit weitergeht …

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Jetzt seid Ihr gefragt!

Foto: Andreas Breitling, pixabay.com

Am 22. März 2022 konnte ver.di ein Verhandlungsergebnis für die Beschäftigten der ehemaligen Postbank und des Postbank Filialvertriebs erzielen. Die beiden ver.di-Tarifkommissionen haben das Ergebnis einstimmig angenommen.

Das letzte Wort habt aber Ihr – die ver.di-Mitglieder! Erst mit einem positiven Votum durch die Mitglieder wird aus
dem Verhandlungsergebnis ein Tarifabschluss.

Im Folgenden findet Ihr das Verhandlungsergebnis, über das Ihr im Anschluss abstimmen könnt:

Gehalt

  • Einmalzahlung am 1. Mai 2022 in Höhe von 750,00 Euro
  • Erhöhung der Gehälter um 3,1% zum 1. Juni 2022
  • Weitere Einmalzahlung am 1. Januar 2023 in Höhe von 750,00 Euro
  • Erhöhung der Gehälter um weitere 2,1%, mindestens um 100 Euro zum 1. Februar 2023

Ausbildungsvergütungen

  • Einmalzahlung am 1. Mai 2022 in Höhe von 200,00 Euro
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 50,00 Euro zum 1. Juni 2022
  • Weitere Einmalzahlung am 1. Januar 2023 in Höhe von 200,00 Euro
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütung um weitere 50,00 Euro zum 1. Februar 2023


Altersteilzeitregelung (Postbank Filialvertrieb)
Beschäftigte erhalten die Möglichkeit ab dem 56. Lebensjahr für maximal neun Jahre eine Altersteilzeitregelung mit einer Aufstockung um 35% abzuschließen. Die Möglichkeit zur Inanspruchnahme besteht für 4% der MaSV/VBB und 2% der Kundenberater*innen/Leiter Marktgebiet.

Regelung zur Mobilen Arbeit (Postbank Klassik)
Beschäftigte erhalten die Möglichkeit bis zu 60% ihrer individuellen vertraglichen Wochenarbeitszeit mobil zu arbeiten, wenn sie eine Rolle innehaben, die 40% mobiles Arbeiten erlaubt. Die Möglichkeit 60% mobil zu arbeiten kann nur aus bestimmten Gründen versagt werden. Diese Vereinbarung
ist bis zum 31. Januar 2024 befristet.

Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen
Der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen wird für alle Tarifbeschäftigten bis zum 31. Januar 2024 verlängert.

Übernahme nach der Ausbildung
Auszubildende, die eine Abschlussnote von 2,6 erreichen, erhalten ein Angebot auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im Deutsche Bank Konzern.

Umwandlung von Gehalt in Freizeit
Beschäftigte, die bereits Gehalt in Freizeit umwandeln (Tarifabschluss 2019) haben die Möglichkeit diese Regelung weiterlaufen zu lassen. Spätestens im Juni 2024 müssen diese Beschäftigten erklären, ob sie zur Vollzeit zum 1. Januar 2025 zurückkehren möchten oder die Umwandlung dauerhaft in Anspruch nehmen möchten.

Tarifvertrag Teamarbeit
Die Tarifvertragsparteien haben sich verpflichtet über die Aufhebung des Tarifvertrags Teamarbeit zum 31. August
2022 zu verhandeln.

Laufzeit
Die tarifvertraglichen Regelungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2024.

Wir wollen Eure Meinung wissen!

Hier geht es zur digitalen Umfrage!

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Achtung: Diese Umfrage findet ihr auch auf dem pdf! Es darf aber nur einmal abgestimmt werden. Doppelte Abstimungen werden nicht gezählt!

Ein gutes Tarifergebnis in unsicheren Zeiten

Foto: ver.di

Trotz der gegenwärtig krisenhaften Situation mit unkalkulierbaren Zukunftsperspektiven konnte in der dritten Verhandlungsrunde am 22. März 2022 bei der Postbank ein Tarifabschluss erreicht werden, der die Interessen der Beschäftigten angemessen berücksichtigt.

Nach massiven Streikwellen und extrem komplizierten Verhandlungen haben die Tarifkommissionen Postbank Klassik und Postbank Filialvertrieb dem folgenden Verhandlungsergebnis mit einer Laufzeit bis 31. Januar 2024 ihre Zustimmung erteilt.

Mehr Geld in zwei Stufen

  • 750 Euro Einmalzahlung am 1. Mai 2022
  • 3,1 Prozent mehr Gehalt ab 1. Juni 2022
  • 750 Euro Einmalzahlung am 1. Januar 2023
  • 2,1 Prozent mehr Gehalt ab 1. Februar 2023, mindestens aber 100 Euro

Der Mindestbetrag von 100 Euro führt in vielen Fällen zu einer Gehaltserhöhung, die über dem prozentualen Wert von 2,1 Prozent liegt (nämlich je nach Tarifgruppe bei bis zu vier Prozent), und ist außerdem eine richtige tarifpolitische Antwort auf die Inflationsrisiken. Die Arbeitgeberseite war leider nicht in der Lage, eine abgabenfreie Auszahlung zu realisieren.

Auszubildende

  • 200 Euro Einmalzahlung am 1. Mai 2022
  • 50 Euro mehr Ausbildungsvergütung ab 1. Juni 2022
  • 200 Euro Einmalzahlung am 1. Januar 2023
  • 50 Euro mehr Ausbildungsvergütung ab 1. Februar 2023

Wenn zu einem späteren Zeitpunkt im Branchentarifvertrag für das private Bankgewerbe bessere Konditionen vereinbart werden, erfolgt eine Übertragung auf die Postbank-Azubis. Die Übernahme in ein unbefristetes Angestelltenverhältnis erfolgt bei einer Abschlussnote von mindestens 2,6.

Verlängerung Kündigungsschutz
Der bis 30. Juni 2023 befristete Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen konnte bis 31. Januar 2024 verlängert werden. Das schafft Sicherheit und zwingt die Bank, bei weiterem Personalabbau intelligente und sozialverträgliche Lösungen anzuwenden.

Umwandlung von Geld in Freizeit
Die in der Tarifrunde 2019 geschaffene Möglichkeit, Tariferhöhungen in Freizeit umzuwandeln, bleibt bis 1. Januar 2025 bestehen. Das gilt für Beschäftigte, die bisher von der Umwandlungsoption Gebrauch gemacht haben. Neueinstiege“ werden leider nicht möglich sein. Das Ende der Umwandlung und eine Rückkehr zur vorherigen Arbeitszeit müssen bis spätestens 30. Juni 2024 erklärt werden.

Tarifvertrag für Altersteilzeit – Postbank Filialvertrieb
Beschäftigte haben nach Vollendung des 56. Lebensjahres Anspruch auf eine neunjährige Altersteilzeitregelung, die auch im Blockmodell möglich ist. Die Altersteilzeitvergütung wird um 35 Prozent aufgestockt. Vier Prozent der Mitarbeitenden in den Bereichen Service und Verkauf (MaSV) und VBB-Filiale sowie zwei Prozent in der Kundenberatung und in der Leitung Marktgebiet (LMG) erhalten unbeschränkten Zugang zur Altersteilzeit. Bei Anträgen, die über diese Quoten hinausgehen oder von anderen Beschäftigtengruppen gestellt werden, entscheidet eine paritätische Kommission. In dieser werden drei Mitglieder des Gesamtbetriebsrates vertreten sein.

Mobile Arbeit – Postbank Klassik
Beschäftigte dürfen künftig bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice oder mobil arbeiten. Voraussetzung ist, dass die Rolle mobile Arbeit bis zu 40 Prozent erlaubt. Einen entsprechenden Wunsch von Beschäftigten kann die Arbeitgeberseite nur sehr eingeschränkt ablehnen. Damit ist es ver.di gelungen, eine wichtige Grundlage für die Arbeitsweise (auch nach der Pandemie) zu schaffen.

Postbankzulage – Postbank Filialvertrieb
Verbeamtete Beschäftigte bekommen ab 1. Februar 2022 bis 29. Februar 2024 eine monatliche Leistungszulage in Höhe der für Dezember 2007 zustehenden Sonderzahlung (Postbankzulage).

Gemeinsam sind wir stark!
Mit unseren Streiks in den letzten Wochen haben wir noch mal deutliche Bewegung in die Verhandlungen gebracht. Ohne die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die sich an diesen Streiks beteiligt haben, wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen. Wir haben wieder gezeigt: Wenn es drauf ankommt, dann stehen wir zusammen! Detaillierte Informationen zum Ergebnis und seinen Einzelaspekten folgen in Kürze.

Mitgliederbefragung
Die Zustimmung der Tarifkommissionen erfolgte einstimmig! Jetzt sind die ver.di-Mitglieder dran: ab März bis 11. April 2022 befragen wir sie zum Tarifergebnis! Weitere Infos folgen.

Durch die beiden Einmalzahlungen und den Mindestbetrag von 100 Euro haben wir besonders für Beschäftigte in den unteren Gehaltsgruppen viel erreicht. Die verbindliche Übernahme für Azubis und der verlängerte Kündigungsschutz schaffen bis Anfang 2024 Arbeitsplatzsicherheit. Das ist ein gutes Ergebnis für die Beschäftigten in extrem unsicheren Zeiten!

Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer

Eure ver.di-Verhandlungskommission

Cindy Schirmer, Eric Stadler, Frank Fuß, Maximilian Knobloch, Timo Heider, Rüdiger Kruse, Tim Ritter (Postbank Klassik)

Susanne Bleidt, Andrea Hintze, Steffi Kästner, Bernd Rose, Michael Scharpf, Ingo Schmitt (Postbank Filialvertrieb)

Jan Duscheck, Kevin Voß, Roman Eberle (ver.di-Fachgruppe Bankgewerbe)

Diese Tarifinfo gibt es hier auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen

ver.di erreicht gutes Ergebnis in unsicherem Umfeld

Foto: ver.di


Am Abend erreichte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in der dritten Tarifrunde für die Beschäftigten der Postbank ein Tarifergebnis. „Das waren harte Verhandlungen in einem sehr schwierigen Umfeld. Durch die beiden Einmalzahlungen und den Mindestbetrag in Höhe von 100 Euro haben wir besonders für Beschäftigte in den unteren Gehaltsgruppen viel erreicht. Die Vereinbarung für eine verbindliche Übernahme und die Verlängerung des Kündigungsschutzes schaffen bis Anfang 2024 Arbeitsplatzsicherheit. Das ist ein gutes Ergebnis für die Beschäftigten in extrem unsicheren Zeiten.“, so Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer. Noch in der Nacht haben die Tarifkommissionen Postbank Klassik und Postbank Filialvertrieb dem Ergebnis zugestimmt.

Demnach wird es für die 15.000 Postbank-Beschäftigten im Deutsche Bank-Konzern ab dem 1. Juni 2022 eine Gehaltserhöhung von 3,1 % geben und in einem zweiten Schritt, ab dem 1. Februar 2023, eine Gehaltserhöhung von noch einmal 2,1 %, mindestens aber 100 Euro. Darüber hinaus erhalten die Beschäftigten im Mai dieses Jahres sowie im Januar 2023 eine Einmalzahlung von jeweils 750 Euro.

Für die Auszubildenden steigen die Vergütungen in zwei Schritten um insgesamt 100 Euro, zudem gibt es im Mai dieses Jahres und im Januar 2023 eine Einmalzahlung in Höhe von jeweils 200 Euro. ver.di einigte sich mit der Deutschen Bank zudem darauf, dass Auszubildende in 2022 und 2023 Anspruch auf Übernahme in ein unbefristetes Angestelltenverhältnis haben, sofern ihre Ausbildungsleistungen einem Notendurchschnitt von mindestens 2,6 entsprechen.

Wichtig, neben einer angemessenen Gehaltserhöhung, war ver.di, keine Abstriche beim Kündigungsschutz zu machen. Der bis zum 30. Juni 2023 befristete Ausschluss von betriebsbedingen Kündigung konnte bis zum 31. Januar 2024 verlängert werden. „Das schafft Sicherheit und zwingt die Bank, bei weiterem Personalabbau intelligente und sozialverträgliche Lösungen anzuwenden. Niemand geht gegen ihren oder seinen Willen von Bord.“, sagte Duscheck. Außerdem konnten eine Verlängerung der bisherigen Umwandlungsoption von Geld in Freizeit bis Mitte 2024 vereinbart und mobile Arbeit für Beschäftigte in einem Umfang von bis zu 60 % ermöglicht werden. ver.di und die Bank einigten sich außerdem darauf, dass Beschäftigte, die das 56. Lebensjahr vollendet haben, für die Dauer von neun Jahren eine Alterszeitregelung beanspruchen können, die auch im Blockmodell möglich ist. Die Altersteilzeitvergütung wird dabei um 35 % aufgestockt.

Dem Ergebnis müssen nun noch die ver.di-Mitglieder zustimmen. Dazu startet ver.di ab dem 28. März 2022 eine Mitgliederbefragung.

Die Pressemitteilung steht hier zu zum Download zur Verfügung

Hamburg: Angebot ist nur ein Appel und ein Ei!

Foto: ver.di

Das derzeitige Angebot ist ja wohl eher ein Appel und ein Ei. Eine anständige Gehaltserhöhung sieht anders aus!

Deswegen hat der ganze Norden dicht gemacht! Sowohl der Postbank Klassik Standort in Hamburg als auch die Filialen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern haben sich eindrucksvoll mit vielen hunderten Streikenden im Homeoffice beteiligt.

Und wenn am 22. März nicht endlich mehr Gelbes vom Ei rauskommt, dann sind wir bereit für die nächsten „erkenntnisfördernden Maßnahmen“.

Das war Hamburg am bundesweiten Aktionstag:

Das war der bundesweite Aktionstag am 18.03.2022

Was wir von den Arbeitgebern erwarten, dass wir stark sind und kämpfen können, haben wir heute an unserem bundesweiten Aktionstag gezeigt. Wir erwarten von den Arbeitgebern ein ordentliches Angebot in der 3. Verhandlungsrunde am 22.03.2022.

Hier gibt es den Livestream zum Nachschauen:

Übersicht zu den Inhalten unseres bundesweiten Aktionstages in der Tarifrunde Postbank am 18.03.2022:

Hier geht’s los: 12:11
Berlin: 53:06
Bonn: 46:27
Dortmund: 15:53
Hamburg: 39:32
Hameln: 22:43
Hannover: 1:35:55
Köln: 58:11
Leipzig: 35:22
Stuttgart: 1:06:05

INTERVIEW: Bernd Rose, Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission, Postbank Filialvertrieb 29:02
INTERVIEW: Eric Stadler, Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission, Postbank München 1:14:58
INTERVIEW: Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer 1:27:00

Streikaufrufe

POSTBANK FILIALVERTRIEB

OrtDatumStreikaufruf
Berlin, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Münster und Nürnberg18.- 19.03.2022 Berlin, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Münster und Nürnberg
Karlsruhe und Stuttgart19.03.2022Betriebe Karlsruhe und Stuttgart

POSTBANK KLASSIK

OrtDatumStreikaufruf Ansprechpartner*in
Berlin18.03.2022Deutsche Bank AG (ehem. Postbank AG)ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg,
Christina Förster, Köpenicker Str. 30,10179 Berlin, christina.foerster@verdi.de
Bonn 18.03.2022 PB Factoring GmbHver.di NRW , Fachgruppe Bankgewerbe, Roman Eberle, Karlstr. 123 – 127, 40210 Düsseldorf, roman.eberle@verdi.de
Bonn (Zentrale) 18.03.2022 Deutsche Bank AG (ehem. Postbank AG und ehem. Postbank Firmenkunden AG), BCB AG, PB Factoring, PCC Services GmbH (ehem. Postbank Service GmbH und BHW Kreditservices GmbH), Postbank Direkt GmbHver.di NRW , Fachgruppe Bankgewerbe, Roman Eberle, Karlstr. 123 – 127, 40210 Düsseldorf, roman.eberle@verdi.de
Dortmund18.03.2022Postbank Direkt GmbHver.di NRW , Fachgruppe Bankgewerbe, Roman Eberle, Karlstr. 123 – 127, 40210 Düsseldorf, roman.eberle@verdi.de
Dortmund/Essen 18.03.2022 BCB AG, Deutsche Bank AG (ehem. Postbank AG und ehem. Postbank Firmenkunden AG), PCC Services GmbH (ehem. Postbank Service GmbH und BHW Kreditservices GmbH)ver.di NRW , Fachgruppe Bankgewerbe, Roman Eberle, Karlstr. 123 – 127, 40210 Düsseldorf, roman.eberle@verdi.de
Frankfurt am Main 18.03.2022 BCB AG, Deutsche Bank AG (ehem. Postbank AG und ehem. Postbank Firmenkunden AG), PCC Services GmbH (ehem. Postbank Service GmbH)ver.di Bezirk Frankfurt, Fachbereich Finanzdienstleistungen, Armin Schmidt,
Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt, armin.schmidt@verdi.de
Hamburg 18.03.2022BCB AG, Deutsche Bank AG (ehem. Postbank AG und ehem. Postbank Firmenkunden AG, PCC Services GmbH (ehem. Postbank Service GmbH) ver.di Hamburg ,
Alexandra Luerssen,
Besenbinderhof 60,
20097 Hamburg, alexandra.luerssen@verdi.de
Hameln18.03.2022PCC Services GmbH (ehem. BHW Kreditservices GmbH und ehem. Postbank Service GmbH), Deutsche Bank AG (ehem. Postbank AG und ehem. Postbank Firmenkunden AG, PB Factoring (ehem. PB Firmenkunden AG)

BHW Bausparkasse AG

Postbank Finanzberatung

Postbank Direkt GmbH
(18.03.2022 bis 19.03.2022)
ver.di Bezirk Hannover-Heide-Weser,
Moritz Braukmüller,
Goseriede 10, 30159 Hannover, moritz.braukmueller@verdi.de
Hannover18.03.2022Deutsche Bank AG (ehem. Postbank AG und ehem. Postbank Firmenkunden AG)ver.di Bezirk Hannover-Heide-Weser , Fachbereich Finanzdienstleistungen, Christian Thies, Goseriede 10, 30159, Hannover, christian.thies@verdi.de
Köln18.03.2022Deutsche Bank AG (ehem. Postbank AG und ehem. Postbank Firmenkunden AG), PCC Services GmbH (ehem. Postbank Service GmbH und BHW Kreditservices GmbH)ver.di NRW , Fachgruppe Bankgewerbe, Roman Eberle, Karlstr. 123 – 127, 40210 Düsseldorf, roman.eberle@verdi.de
Saarbrücken18.03.2022BCB AG, Deutsche Bank AG (ehem. Postbank AG und ehem. Postbank Firmenkunden AG), PB Factroringver.di Bezirk Saar-Trier, Fachbereich Finanzdienstleistungen, Simone Gelfert, St.Johanner-Str.49, 66111 Saarbrücken, Simone.Gelfert@verdi.de
Schkeuditz18.-19.03.2022Postbank Direkt GmbHver.di Landesbezirk Sachsen – Sachsen-Anhalt – Thüringen , Fachbereich Finanzdienstleistungen, Katrin Behrens, K.-Liebknecht-Str. 30-32, 04107, Leipzig, katrin.behrens@verdi.de
Stuttgart18.03.2022BCB AG, Deutsche Bank AG (ehem. Postbank Firmenkunden AG), PB Factoring, Postbank Direkt GmbHver.di Bezirk Rhein-Neckar , Fachgruppe Bankgewerbe, Katja Bronner, Hans-Böckler-Str. 1, 68161 Mannheim, Katja.Bronner@verdi.de
Stuttgart19.03.2022Postbank Direkt GmbH ver.di Bezirk Rhein-Neckar , Fachgruppe Bankgewerbe, Katja Bronner, Hans-Böckler-Str. 1, 68161 Mannheim, Katja.Bronner@verdi.de

WICHTIGE HINWEISE
für alle Kolleginnen und Kollegen, die in den Arbeitskampf treten

Streike nur dann, wenn Deine Filiale ausdrücklich zum Streik aufgerufen wird. Wenn Du unsicher bis wende Dich an Dein ver.di Ansprechpartner*innen im Betrieb oder an die örtliche ver.di Geschäftsstelle: https://www.verdi.de/wegweiser/verdi-finden

Streik im Homeoffice
Wenn Du zu einem Streik aufgerufen bist, aber es nicht zu einer Kundgebung schaffst, weil Du eigentlich im Homeoffice arbeitest, dann lass am 18.03.2022 und/oder 19.03.2022 den Dienst-Laptop einfach aus und streike aus dem Arbeitszimmer.

Es besteht keine Verpflichtung, sich beim Arbeitgeber zu melden bzw. abzumelden. Am besten ist, nicht erreichbar zu sein. Nach Streikende kann der Arbeitgeber im Bedarfsfall von Beschäftigten zu Abrechnungszwecken eine Klarstellung hinsichtlich der Streikbeteiligung und des zeitlichen Umfangs verlangen.

STREIKGELD

r ver.di-Mitglieder die ab dem 01.02.2022 ver.di Mitglied sind, wird Streikunterstützung gezahlt. Entsprechende Antragsformulare können bei den bekannten ver.di-Mitgliedern oder über die ver.di-Betriebsgruppe im Betrieb angefordert werden.
Die ausgefüllten und unterschriebenen Antragsformulare können über den gleichen Weg zurückgegeben werden oder an die ver.di-Geschäftsstelle ( https://www.verdi.de/wegweiser/verdi-finden ), bei der die Mitgliedschaft geführt wird.

Beschäftigte der Postbank AG und des Postbank Filialvertriebs in Berlin im Streik

Foto: ver.di

Gut 100 Beschäftigte der Postbank AG und des Postbank Filialvertriebs haben sich heute pandemiebedingt zu einer etwas kleineren Streikaktion in Berlin zusammengefunden.

Nur digital zu streiken ist den Postbankern zu wenig und darum fand diese kleine, aber feine Aktion vor dem Campus der DB statt, der ja seit Neuestem auch die Beschäftigten der Postbank beherbergt.

Die Kolleginnen und Kollegen wollten vor der 3. Verhandlungsrunde noch einmal ein Zeichen setzen und für ihre berechtigten Forderungen persönlich einstehen.

Die Stimmung war gut und die Streikbeteiligung ebenfalls. Nach Angaben der Beschäftigten ist es in Berlin gelungen, alle großen Filialen zu schließen und nur wenige kleine Filialen mithilfe von Beamten öffnen zu können.