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Streiks in Braunschweig, Bremen und Hannover

Am 19. Oktober 2021 wurden die Beschäftigten der privaten und öffentlichen Banken zu einem ersten landesweiten Warnstreik aufgerufen. In Hannover, Braunschweig und Bremen fanden zentrale Streikversammlungen statt, an denen insgesamt etwa 350 Kolleginnen und Kollegen teilnahmen. Insgesamt befanden sich über 500 Beschäftigte landesweit im Streik.

Auf allen Streikversammlungen machten die Belegschaften von Bremer Sparkasse, ING, NBank, NORD/LB, LBS, Commerzbank und Deutscher Bank deutlich, was sie vom Verhalten und von den bisherigen Angeboten der Arbeitgeber halten. Nämlich nichts!

Nur den engagierten Beschäftigten ist es zu verdanken, dass die Banken gut dastehen und bisher wirtschaftlich so reibungslos durch die Corona-Pandemie gekommen sind. Tarifrunden sind auch Zeiträume um abzurechen. In ihnen haben die Belegschaften die Möglichkeit sich ihren zustehenden Anteil zu erkämpfen. Damit haben die Kolleginnen und Kollegen der privaten und öffentlichen Banken in Niedersachsen/ Bremen nun begonnen!

Alle Beteiligten waren sich dabei einig – es wird nicht die letzte Aktion gewesen sein, sollten die Arbeitgeberverbände nicht bald bessere Angebote vorlegen. Die nächsten Streiks sind bereits in Planung … 🙂

Warnstreik in Braunschweig

Foto: ver.di

Heute heißt es, Warnstreik bei Nord/LB, Deutsche Bank und Commerzbank in Braunschweig. 100 Beschäftigte streiken auf der Straße, 60 weitere im HomeOffice. 

Ausserdem haben wir eine kleine Aktion für Frau Schmittroth gemacht. Gabi erzählte, dass sie immer sagte: Das können wir nicht. Unsere Antwort darauf auf einem der Fotos: Frau Schmittroth, wir können gemeinsam auf der Straße kämpfen für 4,5%!

Die Kolleginnen und Kollegen in Wiesbaden streiken für bessere Angebote der Arbeitgeber!

Bild: Andreas Arnold

In Wiesbaden waren heute 350 Kolleginnen und Kollegen der Commerzbank AG, der Deutsche Bank AG, der Nassauische Sparkasse, der Frankfurter Sparkasse und der Kreditanstalt für Wiederaufbau am Start und streikten für bessere Angebote der Arbeitgeber!

Es lohnt sich! – Jetzt einmischen und mitentscheiden

Bei uns können Sie über Ihre Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven mitbestimmen. Denn gemeinsam können wir viel erreichen. Je besser wir uns zusammen aufstellen, desto mehr können wir in den kommenden Wochen in der Tarifrunde erreichen.

Deshalb: jetzt Mitglied werden und mitmachen für gute Tarifverträge.


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ING Nürnberg: Angemessene Ausgleichszahlung jetzt!

Einige aktive Kolleginnen und Kollegen der ING in Nürnberg waren heute im Rahmen einer aktiven Mittagspause im Einsatz und haben mit vielen Beschäftigten gesprochen. Die Mehrheit ist sich einig: Das Angebot der letzten Verhandlung muss deutlich verbessert werden!!

200 Kolleginnen und Kollegen in Hamburg im Streik!

Bild: ver.di

„Frechheit, Unverschämtheit, das ist kein Angebot, das ist ein Angriff!“ – das ist eine kleine Sammlung der heutigen Aussagen auf der Streikveranstaltung in Hamburg.

200 Kolleginnen und Kollegen der Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, Hamburger Sparkasse und der UniCredit sind – trotz Homeoffice – vor dem Gewerkschaftshaus zusammengekommen, um damit deutlich zu machen, dass es so nicht weiter gehen kann! 

Pressemitteilung: 4. Verhandlungsrunde abgesagt!

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die für den 13. Oktober 2021 vorgesehene Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) abgesagt.

„Es gab von der Arbeitgeberseite keinerlei Signale, dass sie ihr bisheriges Angebot nachbessern wollen. Was sie beim letzten Mal auf den Tisch gelegt haben, ist nichts Anderes als Reallohnverlust für die nächsten 3 Jahre. Das ist für uns inakzeptabel“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

„Angesichts der seit Monaten steigenden Inflationsrate – sie lag im September 2021 bei 4,1 Prozent – sei das ‚Angebot‘ der Arbeitgeberseite völlig zu Recht von der Tarifkommission als nicht verhandlungsfähig abgelehnt worden. Auch wenn sich die Inflation nach Experteneinschätzung wieder beruhigen soll, macht die vierte Verhandlungsrunde ohne neues Signal der Arbeitgeber keinen Sinn“, so Duscheck. Die Arbeitgeber forderten von den Beschäftigten faktisch, „dass sie auf Einkommen verzichten“, sagte der Gewerkschafter. Gleichzeitig forderten sie in den Bankinstituten durch weiteren Abbau von Arbeitsplätzen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer künftig für die bisherigen Kolleginnen und Kollegen mitarbeiteten. „Dagegen setzen wir uns mit den Beschäftigten zur Wehr – die Zeichen stehen jetzt auf Streik“, so Duscheck.

ver.di fordert für die rund 140.000 Beschäftigten in privaten Banken eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und eine soziale Komponente über 150 Euro sowie ein Wahlrecht zwischen Gehalt und Freizeit und eine Regelung zur mobilen Arbeit. Die Gewerkschaft fordert, dass die Beschäftigten einen Anspruch darauf haben sollen, bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil zu arbeiten. Dafür sollen sie einen Anspruch auf eine Erstausstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro erhalten. Außerdem fordert ver.di eine Modernisierung der Freistellungsregelung. Diese soll für die Geburt des eigenen Kindes nicht länger nur an den Status der Ehe gekoppelt sein, sondern muss auch für alle anderen Partnerschafts- und Familienbeziehungen gelten.

Die privaten Banken verhandeln seit 1972 erstmals getrennt von den öffentlichen Banken.

Unicredit Bank AG, München: 12 von 56 Filialen geschlossen

Bei der Unicredit Bank AG in München waren heute 12 von 56 Filialen geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet. Auch die Kolleginnen und Kollegen der UniCredit Services S.C.p.A. Branch Germany waren heute mit am Start! 💪✊Weil alle Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice streikten, gab es keine Streikversammlung und auch keine Streikbilder. 🖼️Weil es so schön war, deshalb hier noch mal ein „Symbolbild“ vom „Angrillen“ der Tarifrunde.

Baden-Württemberg: Streiks seit dem frühen Morgen

Foto: ver.di

Wir haben heute in der Tarifrunde im privaten Bankgewerbe die Beschäftigten in Baden-Württemberg zu einem ersten ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Schwerpunkt der Warnstreiks sind die beiden Bausparkassen Schwäbisch Hall und Wüstenrot. Da bei den Banken die meisten Beschäftigten im Homeoffice arbeiten, bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall beispielsweise rund 70 Prozent, hat die Gewerkschaft vor Ort nur zu kleineren Aktionen aufgerufen. Die zentrale Streikversammlung fand um zehn Uhr digital statt. An ihr nahmen rund 1.000 Beschäftigte teil.
Mehr im Video:

Nach anderthalb Jahren Pandemie und Arbeit im Homeoffice gibt es immer noch keine tariflich geregelten Standards. Arbeiten am Küchentisch ist immer noch möglich und stellt leider keine Ausnahme da. Die Beschäftigten haben es mit ihrem enormen Engagement möglich gemacht, dass die Bankgeschäfte trotz Corona nahtlos weiterliefen. Jetzt ist es höchste Zeit, ihnen dafür anständige Ausstattung und faire Regeln für die Arbeit zu Hause zurückzugeben.

Frank Hawel, ver.di Landesfachbereichsleiter

Die Arbeitgeber, der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV), hatten in der dritten Runde 1,2 Prozent ab April 2022, 1,0 Prozent ab April 2023 und 1 Prozent ab April 2024 angeboten.

Mit 36 Monaten Laufzeit und neun Nullmonaten sind das weniger als ein Prozent pro Jahr. Bei der derzeitigen Inflation wären damit erhebliche Reallohnverluste vorprogrammiert

Frank Hawel, ver.di Landesfachbereichsleiter

Wir als ver.di fordern für die rund 140.000 Beschäftigten in privaten Banken eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und eine soziale Komponente von 150 Euro sowie ein Wahlrecht zwischen Gehalt und Freizeit. Außerdem soll es eine Regelung zur mobilen Arbeit geben: Die Gewerkschaft fordert, dass die Beschäftigten einen Anspruch darauf haben sollen, bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil zu arbeiten.

Dafür sollen sie einen Anspruch auf eine Erstausstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro erhalten. Weiter fordert ver.di eine Modernisierung der Freistellungsregelung. Diese soll für die Geburt des eigenen Kindes nicht länger nur an den Status der Ehe gekoppelt sein, sondern muss auch für alle anderen Partnerschafts- und Familienbeziehungen gelten.

Die privaten Banken verhandeln seit 1972 erstmals getrennt von den öffentlichen Banken.

4. Verhandlungsrunde abgesagt!

Bild: Charles Yunck

Eigentlich sollte am 13. Oktober die vierte Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) stattfinden. Nun wurde dieser Termin abgesagt, da es von der Arbeitgeberseite keinerlei Signale gab, dass sie beim bisherigen Angebot nachbessern wollen.

Das Angebot des AGV Banken in Zahlen:

  • 9 Nullmonate
  • 1,2 Prozent ab April 2022
  • 1,0 Prozent ab April 2023
  • 1,0 Prozent ab April 2024

Die Arbeitgeber haben auch bei weiteren Themen keine neue Verhandlungsbereitschaft erkennen lassen. So weigern sie sich weiterhin, eine soziale Komponente einzufügen. Wir als ver.di fordern für geringere Einkommen eine Erhöhung von mindestens 150 Euro im Monat. Auch der Anspruch auf mobiles Arbeiten wird nach wie vor vom AGV Banken zurückgewiesen und Ansätze für eine Entlastung der Beschäftigten finden kein Gehör bei unseren Verhandlungspartnern.

Die Arbeitgeber bleiben stattdessen lieber bei ihrem „Angebot“ eines Reallohnverlustes von mehr als 5 Prozent für die nächsten 3 Jahre!

Das ist besonders bitter angesichts der hohen Inflation! Bereits seit Monaten steigen die Preise und die Inflation lag zuletzt im September bei 4,1 Prozent.

Das „Angebot“ der Arbeitgeberseite wurde völlig zu Recht von der Tarifkommission als nicht verhandlungsfähig abgelehnt. Also macht die vierte Verhandlungsrunde ohne Signal der Arbeitgeber keinen Sinn. Denn: Wir haben mehr, wir haben Besseres verdient. In weiteren Aktionen und auch Streiks gilt es das deutlich zu zeigen. Lasst uns jetzt die Signale setzen!

Andrea Hartmann (Mitglied der Verhandlungskommission, Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall)

Das heißt nun für uns: Jetzt sind alle gefragt!

Diese Tarifrunde wird durch unser aller Einsatz und Engagement getragen. Denn die Haltung der Arbeitgeberseite zeigt eines sehr deutlich: Wir brauchen einen langen Atem!

Deshalb: Ihre Unterstützung ist unsere Verhandlungsbasis! Stärken Sie uns den Rücken, indem Sie sich an den kommenden Warnstreiks und Aktionen beteiligen! Erkundigen Sie sich bei ihren ver.di-Ansprechpartner*innen vor Ort, ob und wann Arbeitskämpfe an ihrem Institut geplant sind.

Sie müssen auch nicht vor Ort sein, um an einem Warnstreik teilzunehmen. Sie können sich auch aus dem Homeoffice heraus beteiligen: Dann bleibt der Arbeitsrechner einfach aus!

Sprechen Sie auch Ihre Kolleginnen und Kollegen an! Reden Sie über die aktuelle Tarifrunde, über das Verhalten des AGV Banken und holen Sie andere Beschäftigte ins Boot! Jetzt ist es wichtig, dass wir ein klares und starkes Zeichen setzen für unsere Forderungen!

Die Arbeitgeber fordern von uns als Beschäftigte faktisch, dass wir auf Einkommen verzichten. Gleichzeitig fordern sie in den Betrieben durch die weitere Vernichtung von Arbeitsplätzen, dass wir künftig für unsere bisherigen Kolleginnen und Kollegen mitarbeiten. Dagegen müssen wir uns zur Wehr setzen – jetzt!

Claudia Eggert-Lehmann, Mitglied der Verhandlungskommission, Commerzbank AG, Dortmund

Diese Tarifrunde wird nicht am Verhandlungstisch entschieden! Wer jetzt will, dass die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Gehaltsangebot machen, der oder die muss sich dafür gemeinsam mit allen anderen Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Die Zeichen stehen jetzt eindeutig auf Streik!

Joachim Fehmel, Mitglied der Verhandlungskommission, Deutsche Bank AG, Berlin

Und darum geht es uns:

  • Eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent (bei einer Laufzeit von 12 Monaten) und mindestens 150 Euro monatlich.
  • Eine Erhöhung der Gehälter für die übertariflich bezahlten Beschäftigten entsprechend der Tarifbeschäftigten.
  • Beschäftigte sollen individuell wählen können, ob die vereinbarte Tarifsteigerung in Form von mehr Geld oder mehr Freizeit genommen wird.
  • Beschäftigte sollen einen Anspruch darauf haben, bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil arbeiten zu können.
  • Diejenigen, die mobil arbeiten wollen, sollen Anspruch auf eine Erstausstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro erhalten.

Hier gibt es unser aktuelles Flugblatt

Es lohnt sich! – Jetzt einmischen und mitentscheiden

Bei uns können Sie über Ihre Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven mitbestimmen. Denn gemeinsam können wir viel erreichen. Je besser wir uns zusammen aufstellen, desto mehr können wir in den kommenden Wochen in der Tarifrunde erreichen.

Deshalb: jetzt Mitglied werden und mitmachen für gute Tarifverträge.


Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Jetzt aber los – gemeinsam für gute Tarife bei den privaten Banken!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

Angrillen der Tarifrunde

Angrillen der Tarifrunde in München

Aufgrund der in Bayern späten Sommerferien fanden die ersten beiden Verhandlungsrunden zwischen dem AGV Banken und ver.di bislang kaum bemerkt statt. Umso größer ist nun das Unverständnis über das Ergebnis der dritten Runde. Auch in München kommt nun Schwung in die Tarifrunde und die Kolleg*innen sind bereit, so richtig einzuheizen – wenn auch zunächst nur den Grill.

Am 2. Oktober haben sich deshalb in München mehr als 80 Kolleg*innen der UniCredit, BCB/Postbank und Worldline zum „Angrillen der Tarifrunde“ getroffen. Bei gutem Wetter und Grillgut tauschten sich die Teilnehmer*innen über den Stand der Tarifverhandlungen aus und berieten bevorstehende Arbeitskampfmaßnahmen.

Es ist ein klares Zeichen, dass sich so viele Kolleg*innen an einem arbeitsfreien Samstag die Zeit für diesen Austausch genommen haben. Freizeit in diese Tarifrunde zu investieren ist das eine – einen dauerhaften Reallohnverlust zu akzeptieren das andere. Wie wichtig den Kolleg*innen der privaten Banken unsere Forderungen in dieser Tarifverhandlung sind, haben sie an diesem Samstag eindrucksvoll bewiesen.