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Ab August mehr Gehalt für Tarifbeschäftigte

Wippe mit Einkaufswagen und Sparschwein

Bild: pogonici, depositphotos.com

Neue Gehaltstabelle für die privaten Banken: Am 1. August 2022 tritt die erste Stufe des Tarifabschlusses von 3,0 Prozent in Kraft. In diesen herausfordernden Zeiten verschafft das den Beschäftigten etwas Luft.

Dabei waren uns zwei Punkte besonders wichtig:

Mit Blick auf die anhaltend hohe Inflation können und wollen wir leider nicht von Gehaltssteigerung sprechen. Zusammen mit der anderen Stufe von weiteren 2,0 Prozent ab dem 1. August 2023 und den Einmalzahlungen trägt das Gesamtpaket dennoch zur spürbaren Entlastung bei.

Das war und ist nur möglich, weil wir gemeinsam mit viel Engagement und Durchhaltevermögen einen Abschluss erkämpft haben. Denn zur Erinnerung: In neun langen Monaten konnten wir nach harten und intensiven Verhandlungen – begleitet durch zahlreiche Streiks und Aktionen – zumindest das vorliegende Gesamtpaket durchsetzen.

Das Ergebnis wird nun umgesetzt (Gehaltstabelle als PDF):

  • Gehaltserhöhung in zwei Schritten: 3,0 Prozent zum 1. August 2022, weitere 2,0 Prozent zum August 2023
  • Einmalzahlung von 500 Euro (bereits im April 2022) und weitere 500 Euro zum 1. Januar 2023, für Auszubildende jeweils 100 Euro
  • Laufzeit bis 31. Mai 2024

Wie geht es weiter?

Das sind unsere offenen Themen und Baustellen:

  • mobiles Arbeiten
  • Nachwuchskräfte
  • Entlastung

Zu diesen Themen machte der AGV Banken während der Verhandlungen keine Aussagen. Auch derzeit fehlt es an Gesprächsbereitschaft. Sobald sich das ändert, lassen wir Sie das wissen.

Diese Tarifinfo gibt es hier auch zum Herunterladen und Verteilen.

Click here for the English version of the Bargaining info!

ver.di und die Santander Consumer Bank

Bild: Peggy und Marco Lachmann-Anke, pixabay.com

Wir möchten einen kurzen Überblick darüber geben, wo wir mit Santander aktuell stehen. Nach unseren erfolgreichen Videokonferenzen und Ihrem Zuspruch haben wir den Vorstand in Person von Vito Volpe kontaktiert, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

Dabei waren uns zwei Punkte besonders wichtig:

  • Zum Ersten wollten wir mit dem Vorstand die Übernahme des Tarifergebnisses des privaten Bankgewerbes, aber auch über darüber hinausgehende „Zuschläge“ sprechen und in entsprechende Verhandlungen eintreten.  
  • Zum Zweiten wollten wir den Vorstand über die Ergebnisse unserer Umfrage informieren und mit ihm auch darüber diskutieren, wie man die Situation der Beschäftigten verbessern könnte.

Schriftlich wurde uns mitgeteilt, dass der Vorstand einer Übernahme des Tarifergebnisses prinzipiell positiv gegenübersteht. Inzwischen wurde das von uns als ver.di hart erkämpfte Tarifergebnis auch bei der Santander Consumer Bank übernommen. Das ist positiv zu bewerten.

Der Abschluss mit dem Arbeitgeberverband der privaten Banken in Zahlen:

  • Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro bei Abschluss des Tarifvertrages
  • Lineare Gehaltserhöhung von 3,0 Prozent ab 1. August 2022
  • Weitere Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro zum 1. Januar 2023
  • Weitere lineare Gehaltserhöhung von 2,0 Prozent zum 1. August 2023
  • Laufzeit bis 31. Mai 2024

Inflationsausgleich gefordert

Darüber hinaus sehen wir es aber mit Blick auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten bei Santander und mit Blick auf die besonders hohe Inflation als gerechtfertigt und notwendig an, über einen zusätzlichen Inflationsausgleich für die Tarifgehälter zu sprechen. Zum verabredeten Treffen war u. a. der zuständige Bereichsleiter für Direktvertrieb, Boris Kämmner anwesend. Leider war Vito Volpe entgegen unserer Erwartungen nicht zugegen. Dies ist ein Indiz dafür, dass wir noch nicht auf Augenhöhe gesehen werden.

Auf unsere Aufforderung, über einen Inflationszuschlag zu verhandeln, ist arbeitgeberseitig zu unserer Enttäuschung nicht eingegangen worden. Hier wird noch mal deutlich, dass wir noch nicht auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber sprechen.

Dies wird zukünftig nur möglich sein, wenn wir die notwendige Unterstützung von Ihnen bekommen. Nur durch eine gewerkschaftlich gut organisierte Belegschaft sind solche Forderungen durchzusetzen. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Stahlbranche haben es mit ihrem Tarifabschluss von 6,5 Prozent mehr Gehalt für 18 Monate gerade wieder eindrucksvoll bewiesen.

Es geht weiter

Konstruktiv können wir aus den Gesprächen berichten, dass die Verhandlungen zu den Stellenprofilen im Laufe des Sommers weitergeführt werden. Wir werden nun in der Tarifkommission darüber diskutieren, wie wir mit dem Thema Inflationsausgleich weiter umgehen werden. Es ist aber schon sehr deutlich geworden, ohne eine breitere gewerkschaftliche Basis wird es kaum vorangehen können.

Hier sind jetzt alle Kolleginnen und Kollegen bei Santander gefragt. Um auch direkte Gespräche mit Ihnen führen zu können, planen wir im Laufe dieses Jahres so viele Filialen wie möglich zu besuchen.

Diese Tarifinfos gibt es hier auch zum Herunterladen und Verteilen.

Santander: Was kommt denn nun nach der Befragung?

Foto: Peggy und Marco Lachmann-Anke, pixabay.com

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie Sie sicher alle wissen, haben wir eine erste Beschäftigtenbefragung
durchgeführt, um die ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen für eine neue Entgeltstruktur der Filialbeschäftigten wieder mit Leben zu füllen und unsere Arbeit stärker an Ihren Anforderungen auszurichten.

Die Teilnahme war mit 67 Prozent der Betroffenen überwältigend. Dafür unseren herzlichen Dank. Das ist uns gleichermaßen Lob und Ansporn für unsere Arbeit.

Mehr als die Hälfte der Antwortenden hat uns darüber hinaus in den dafür vorgesehenen Freifeldern ausführlich Rückmeldung über Arbeitsabläufe, Zustände und Emotionen geliefert, so dass wir nun ein sehr gutes Bild haben, was in den Filialen vor Ort wirklich passiert und wie Sie sich vor allem dabei fühlen.

Was machen wir nun damit?

Natürlich werden wir zeitnah noch im Laufe des Mai eine detaillierte Auswertung der Befragung zur Verfügung stellen, damit sich alle ein Bild machen können, was uns zurück gespiegelt und was (zusammengefasst und anonymisiert) an Stimmungsbildern gezeichnet wurde.

Da wir aber voran kommen wollen, ist uns der Austausch zu diesem Ergebnis mit Ihnen sehr wichtig. Deshalb werden wir in der Woche vom 2. Mai bis 6. Mai zu halbstündigen kleinen Teams-Sitzungen mit maximal 25 Teilnehmenden einladen, um mit Ihnen die weitere Vorgehensweise zu besprechen. In der Sitzung werden jeweils mindestens eine ver.di Beschäftigter und ein Mitglied der Tarifkommission dabei sein. Wenn Sie schon vorab Fragen oder Anregungen haben, die Sie gerne platzieren wollen, wenden Sie sich bitte einfach an das Tarifkommissionsmitglied Ihrer Region. Das kennen sie nicht? Dann fragen Sie am besten Ihren Betriebsrat vor Ort.

Danach werden wir mit diesen Ergebnissen unsere Arbeit in der Tarifkommission in einer Sitzung am 9./10. Mai neu
ausrichten und dann wieder auf den Arbeitgeber zugehen.

Unser Ziel ist es, eine moderne, an den tatsächlichen Erfordernissen angepasste Eingruppierung und Entgeltstruktur zu verhandeln und den Tarifvertrag insgesamt moderner und zeitgemäßer zu gestalten. Dafür brauchen wir Sie mit Ihrer Meinung und Ihrem Wissen.

Übrigens: Natürlich werden wir in den nächsten Tagen die Bank auffordern, den Tarifabschluss im Bankgewerbe auch für die Santander Consumer Bank nachzuzeichnen. Und natürlich werden wir im Hinblick darauf, wie erfolgreich die Bank im abgelaufenen Jahr war, auch versuchen, einen „Zuschlag“ für Ihre erfolgreiche Tätigkeit zu bekommen. Die Branche hat einen Kompromiss mit ver.di gemacht, um überhaupt einen Abschluss hinzubekommen. Das muss und kann nicht das Leitbild für Ihre erfolgreiche Bank sein.

Für Ihre Planung hier schon einmal die Zeitfenster für unsere Teams-Sitzungen. Die Links erhalten Sie in den nächsten Tagen per Mail.

  • Montag 2. Mai 2022 16:15 Uhr bis 16:45 Uhr
  • Dienstag 3. Mai 2022 13:15 Uhr bis 13:45 Uhr
  • Mittwoch 4. Mai 2022 16:15 Uhr bis 16:45 Uhr
  • Donnerstag 5. Mai 2022 13:15 Uhr bis 13:45 Uhr
  • Freitag 6. Mai 2022 14:15 Uhr bis 14:45 Uhr

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihre Anregungen. Wir sind so gut und so stark, wie Sie uns machen.

Herzliche Grüße im Namen der gesamten ver.di-Tarifkommission

Deniz Kuyubasi und Stefan Wittmann, ver.di Verhandlungsführung

Der Abschluss mit dem Arbeitgeberverband der privaten Banken in Zahlen:

  • Eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro bei Abschluss des Tarifvertrages.
  • Eine lineare Gehaltserhöhung von 3,0 Prozent ab 1. August 2022.
  • Eine weitere Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro zum 1. Januar 2023.
  • Eine weitere lineare Gehaltserhöhung von 2,0 Prozent zum 1. August 2023.
  • Laufzeit bis 31. Mai 2024.

Einigung bei den privaten Banken

Foto: Peter Himsel

Manteltarifvertrag wurde gesichert, Gehaltssteigerungen für Beschäftigte und Auszubildende

Nach neun Monaten ergebnisloser Verhandlungen und mehreren Monaten Sprachlosigkeit auf Arbeitgeberseite steht nun ein Tarifabschluss mit dem Arbeitgeberverband für das private Bankgewerbe (AGV). Mit Blick auf die Funkstille beim AGV hatten viele Beschäftigte bereits eine Tarifflucht befürchtet – diese Gefahr ist nun vom Tisch! Allerdings ist es auch nicht gelungen, die Tarifverträge weiterzuentwickeln und wichtige Regelungen abzuschließen, beispielsweise zu mobiler Arbeit oder einem eigenen Nachwuchskräftetarifvertrag.

Die Tarifeinigung beinhaltet die Vereinbarung einer Einmalzahlung von 500 Euro (bereits im März eventuell geleistete Einmalzahlungen werden hier angerechnet) mit Inkrafttreten des Tarifvertrages (die Auszahlung wird in den meisten Fällen im Mai erfolgen) sowie einer linearen Gehaltserhöhung von 3,0 Prozent zum 01. August 2022. Im kommenden Jahr gibt es dann zum 01. Januar 2023 weitere 500 Euro Einmalzahlung und weitere 2,0 Prozent Gehaltserhöhung zum 01. August 2023. Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit bis 31. Mai 2024.

Auch Auszubildende bekommen mehr Geld (jeweils zum 01.08.22):

  • im ersten Ausbildungsjahr plus 115 Euro (von bislang 1.035 auf 1.150 Euro)
  • im zweiten Ausbildungsjahr plus 122 Euro (von bislang 1.098 auf 1.220 Euro)
  • im dritten Ausbildungsjahr plus 140 Euro (von bislang 1.160 auf 1.300 Euro)


Zusätzlich gibt es auch für Auszubildende eine Einmalzahlung bei Tarifabschluss und eine weitere im Januar 2023, sie beträgt jeweils 100 Euro.

Leider war es uns mit dem AGV private Banken nicht möglich, die notwendige Modernisierung des Tarifwerks voranzutreiben und auch die Rahmenbedingungen zu verbessern. Deshalb gibt es im Tarifvertrag weder eine Vereinbarung zur mobilen Arbeit noch zur notwendigen Entlastung. Lediglich die Regelungen zur Altersteilzeit, die bestehende 31-Stunden-Klausel und die Regelung zu Langzeitkonten konnten in der bisherigen Form verlängert werden. Dies trifft auch auf den Tarifvertrag zur Kurzarbeit zu.

Ohne das Engagement der vielen Aktiven und Streikenden wäre es nicht möglich gewesen, den AGV zurück an den Verhandlungstisch zu bewegen und das bisher schlechte Angebot nachhaltig zu verbessern. Nur zur Erinnerung: Das Arbeitgeberangebot lag bis zuletzt bei 1,3 Prozent für dieses Jahr, 1,0 Prozent für nächstes Jahr und 1,0 Prozent für 2024 – auch die jetzt vereinbarten Einmalzahlungen wären weggefallen.

Eine Erkenntnis bleibt aber auch: Es ist unklar, ob und wie zukünftige Tarifrunden mit dem AGV Banken erfolgreich gestaltet werden können. In anderen Teilbranchen werden moderne und gute Arbeitsbedingungen entwickelt, z. B. im Tarifbereich der öffentlichen Banken mit den Regelungen zur Arbeitszeitverkürzung auf 38 Stunden sowie Vereinbarungen zu mobiler Arbeit und zum Thema Nachhaltigkeit. Im Vergleich dazu gibt es im Lager der privaten Banken derzeit offensichtlich keine Mehrheiten für eine Weiterentwicklung der Tarifverträge.

Wollen wir künftig wieder wertschätzende Ergebnisse erzielen, moderne Rahmenbedingungen durchsetzen und echte Entlastung vereinbaren? Dann brauchen wir mehr Bewegung in den Tarifrunden, mehr Beteiligung und mehr Engagement von den Beschäftigten. Das schmälert nicht den Einsatz derer, die all das gezeigt und sich eingebracht haben! Aber es sollte alle „Zaungäste“ zum Nachdenken animieren, für die Tarifrunden immer noch irgendwie automatisch „passieren“.

Diese Tarifinfo gibt es hier auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen


Gehaltstabelle Private Banken

Hier finden Sie die Gehaltstabelle für die kommenden beiden Jahre, aus der Sie Ihre Entgelte ablesen können.

Gehaltstabelle_private_Banken_2022
Gehaltstabelle_private_Banken_2023

Die Gehaltstabelle private Banken gibt es hier auch als praktisches PDF zum Herunterladen.

Leipzig und Erfurt: Commerzbank, Ergo und Allianz gemeinsam im Streik!

In Leipzig versammelten am 31.03.2022 rund 50 Kolleginnen und Kollegen der Commerzbank Leipzig und Erfurt solidarisch mit den Allianz und der Ergo bei kalten 4 Grad. Auf dem Thomaskirchhof, direkt vor der Filiale der Commerzbank war die Stimmung trotz der eisigen Temperaturen klasse. Ziel ist den Druck auf die Arbeitgeber, kurz vor der Verhandlungsrunde der Versicherer zu erhöhen.


Einige Filialen der Commerzbank blieben zudem geschlossen, was zeigt, was die Kolleginnen und Kollegen von den Angeboten der Arbeitgeber halten. Zwei Tarifrunden, eine Gemeinschaft. GEMEINSAM stark für gute Tarifverträge!

Streik bei der Commerzbank Dortmund

Auch weiter keine Bewegung am Tariftisch der privaten Banken. In der gesamten Republik finden deswegen in dieser Woche zahlreiche Streikaktionen statt.

Auch bei der Commerzbank Dortmund stehen – pünktlich zum Ultimo – heute und Morgen die Zeichen auf Streik, das Kreditbearbeitungscenter wird sogar seit dem gestrigen Mittwoch schon bestreikt.

In der digitalen Streikkundgebung machte Angelika Hoenen aus Dortmund deutlich:

„Nach 4 Verhandlungsrunden ist kaum Bereitschaft zur Annäherung auf Seiten der Arbeitgeber feststellbar. In Zeiten steigender Inflation und in denen unsere Kolleginnen und Kollegen für die Stabilität der Commerzbank sorgen, ist das nur noch beschämend“.

300 streiken in Hannover

Über 300 Streikteilnehmer in Hannover. Temperaturen im einstelligen Bereich, graue Himmel und sogar einzelne Schneeflocken wurden gesichtet. Das alles konnte die Teilnehmer nicht abhalten vor den anstehenden Verhandlungsrunden, den Druck auf die Arbeitgeber heute nochmal zu erhöht.

Nach einer ersten Kundgebung auf dem Georgsplatz sind die Streikenden in einem Demonstrationszug durch Hannovers Innenstand vorbei an der Nord LB, der VGH und der Commerzbank gezogen. Dabei haben Sie Ihren Forderungen immer wieder lautstark Nachdruck verliehen. Durchgefroren aber mit guter Laune haben wir dann den Goseriedeplatz vor den ver.di Höfen erreicht. Dort gab es dann die Abschlusskundgebung aber auch Bratwurst und Heißgetränken zum durchwärmen.

500 streiken in Hamburg

Foto: Georg Wendt/ver.di

Trotz Hamburger Schietwedder haben 500 Kolleginnen und Kollegen auf der Straße deutlich gemacht, was sie von den Schiet-Angeboten der Arbeitgeber halten!

Insgesamt waren Beschäftigte aus 3 Tarifbereichen (öffentliche Banken, private Banken und Versicherungen) zum Warnstreik aufgerufen, die sich in der gleichen Situation befinden: kein anständiges Gehaltsangebot, keine Wertschätzung und keine Weiterentwicklung der Tarifverträge in Richtung mobile Arbeit oder Entlastung.

Durch die zusätzlich hohe Beteiligung von Beschäftigten im Homeoffice, kam es unter anderem zu geschlossen Filialen, eingeschränktem Service im Front- und Backoffice und auch die Versorgung der Haspa Geldautomaten konnte bisher nur durch Gegenmaßnahmen aufrecht erhalten bleiben.

Wir erwarten, dass der Arbeitgeberverband öffentliche Banken, in der nun heutigen 6. Verhandlungsrunde, ein angemessenes Angebot vorlegt, dass der Arbeit der Beschäftigten Rechnung trägt!

Wir erwarten, dass der Arbeitgeberverband der Versicherungen, in der morgigen 3. Verhandlungsrunde am 1.4., ernsthafte Verhandlungen mit ver.di führt und ihre Beschäftigten nicht, in diesen unruhigen Zeiten von Inflation und Ukraine-Krieg, weitere Monate lang hängen lässt.

Wir erwarten, dass der Arbeitgeberverband der privaten Banken, endlich wieder an den Verhandlungstisch zurückkommt und Verantwortung für ihre Beschäftigten übernimmt!

Wenn nicht, die Hamburger sind Schietwedder gewohnt!

Finanzdienstleister in Berlin senden starkes Signal

Über 100 Beschäftigte der privaten Versicherungen und Banken haben am Donnerstag (31.03.2022) erstmals gemeinsam am Potsdamer Platz ein Signal in Richtung Arbeitgeber gesendet.

Dabei waren Kolleginnen und Kollegen der Allianz, Ergo, Feuersozietät öffentliche Lebensversicherung, Ideal sowie von der Deutschen Bank und Commerzbank. Die Aktion war Teil der Streiks in der Versicherungsbranche sowie bei den privaten Banken. Viele weitere Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich – Corona bedingt – zusätzlich im Homeoffice am Streik. Trotz eisiger Kälte war die Stimmung auf dem Potsdamer Platz kämpferisch und optimistisch.

Die Beschäftigten machten – auch angesichts des Abschlusses bei der Postbank – deutlich, dass sie nun auch von ihren Arbeitgebern ein wertschätzendes und abschlussfähiges Angebot erwarten.

Hier der berliner Beitrag aus der Live-Schaltung:

Mehrtägige Warnstreiks in den Hamburger Finanzinstituten

In dieser Woche sind Beschäftigte des privaten Bankgewerbes und der öffentlichen Banken aufgerufen, in mehrtägige Warnstreiks zu treten. Bei den öffentlichen Banken ruft ver.di die Beschäftigten der Hamburger Sparkasse vom 29. März – 31. März  auf, zu streiken. Im privaten Bankgewerbe treten die Beschäftigten der Commerzbank und Deutsche Bank vom 30. März – 01. April und der UniCredit am 31. März und am 01. April in Warnstreik.

Alexandra Luerssen, Gewerkschaftssekretärin ver.di Hamburg„Seit Monaten  warten die Beschäftigten in den Banken auf einen Tarifabschluss. Beide Arbeitgeberverbände haben bisher viel zu wenig angeboten. Eine Annahme der derzeitigen Angebote würde für die Beschäftigten massive Reallohnverluste bedeuten. Wir erwarten, dass die Arbeitgeber Verantwortung übernehmen und für ihre Beschäftigten, in dieser extrem unsicheren Zeit, da sind.“

Bei den öffentlichen Banken findet am 31. März die bereits 6. Verhandlungsrunde statt. Bei den privaten Banken gibt es es bisher keinen weiteren Verhandlungstermin.  

Alexandra Luerssen weiter: „In den privaten Banken müssen wir mittlerweile mit unseren Mitgliedern ernsthaft darüber sprechen, ob wir unseren Flächentarifvertrag halten können. Und auch unseren Manteltarifvertrag sehen wir in der Folge als gefährdet an. Jetzt müssen wir alles dafür tun, die Arbeitgeber zurück an den Verhandlungstisch zu bewegen.“

Hintergrund sind die seit Monaten parallel laufenden Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband private Banken und dem Verband der öffentlichen Banken. Beide Arbeitgeberverbände (AGV und VÖB) legten in ihren letzten Verhandlungsrunden zu geringe Angebote vor.

Aufgrund der monatelang herrschenden Funkstille zwischen ver.di und dem AGV (private Banken) legte ver.di als Kompromissvorschlag ein gekürztes Angebot vor, das eine Corona Prämie von 1500 € (600 € für Nachwuchskräfte) vorsah, eine Erhöhung der Entgelte von 3,5% rückwirkend zum 1.1.2022 und 2,5 %  zum 1.1.2023. Laufzeit: 24 Monate. Der Arbeitgeberverband hielt an seinem letzten Angebot fest, das neun Nullmonate, 1,2 Prozent ab April 2022, 1,0 Prozent ab April 2023 und 1,0 Prozent ab April 2024 vorsah. Außerdem brach er daraufhin die Verhandlung ab.

Das letzte Angebot des VÖB (öffentliche Banken) sah 3 % ab dem 1.11.2022 bei einer Laufzeit von 36 Monaten vor, sowie 750 € Corona Prämie, einmalig zwei zusätzliche freie Tage in 2023 und die Senkung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 38 Stunden ab 2024. Die Erhöhungen der Entgelte lägen damit pro Jahr bei knapp 1 %, errechnete die Dienstleistungsgewerkschaft. ver.di forderte 4,5% für 12 Monate (min. 150€) und Regelungen u.a. zu mobilem Arbeiten und Entlastungen.

Am 29. und 30. März  2022 wird es virtuelle Streikversammlungen geben und am 31. März  gemeinsam mit den Hamburger Versicherungen eine Demo (Route vom Besenbinderhof ab 09:30 Uhr  zum Großneumarkt/ca. 10:30 Uhr) mit Abschlusskundgebung.