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Wow! Das war beeindruckend!
Aschheim, Berlin, Bremen, Dresden, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Ludwigsburg, München, Münster, Nürnberg, Regensburg und Stuttgart!

Private Banken, öffentliche Banken, Atruvia AG, ComTS und Commerzbank AG! NORD/LB, Bausparkasse Wüstenrot, LBBW, LBS Nord, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank und UniCredit Services,

Überall haben wir an unserem bundesweiten Aktionstag gezeigt: Wir sind bereit für die kommenden Auseinandersetzungen mit den Arbeitgebern. Getrennt verhandeln, gemeinsam Kämpfen!
Unser Motto: #wirfürtarif

Zum Nachschauen hier nochmal der ganze Aktionstag im Video:

Moderation: Deniz Kuyubasi, ver.di Fachbereich Finanzdienstleistungen und Timo Heider, Vorsitzender Fachgruppe Bankgewerbe

Getrennt verhandeln gemeinsam Kämpfen


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Private Banken, öffentliche Banken, Atruvia AG, ComTS und Commerzbank AG! NORD/LB, Bausparkasse Wüstenrot, LBBW, LBS Nord, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank und UniCredit Services,

Überall haben wir an unserem bundesweiten Aktionstag gezeigt: Wir sind bereit für die kommenden Auseinandersetzungen mit den Arbeitgebern. Getrennt verhandeln, gemeinsam Kämpfen!
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Moderation: Deniz Kuyubasi, ver.di Fachbereich Finanzdienstleistungen und Timo Heider, Vorsitzender Fachgruppe Bankgewerbe

Arbeitgeber bieten 0 Prozent für 24 Monate!

Zum Verhandlungsauftakt in der Tarifrunde bei den Sparda-Banken zeigt sich ver.di enttäuscht.

Am 27. April starteten die Tarifverhandlungen für die rund 5.800 Beschäftigten der Sparda-Banken. In dem ca. dreistündigen Gespräch stellte unser Verhandlungsteam zunächst die Forderungen vor:

  • Steigerung der Gehälter um 3,5%, mindestens jedoch um 120 Euro
  • Steigerung der Ausbildungsvergütung um 50 Euro
  • Anspruch auf eine Umwandlung von Gehaltsbestandteilen in Zeit (z.B. freie Tage oder weniger Stunden)
  • Regelung zur Arbeitsplatzsicherheit

Zur Begründung der Gehaltsforderung haben wir insbesondere auf die für 2021 und 2022 prognostizierten Preissteigerungen von 1,7 – 2,1 % verwiesen. Hinzu kommt die zu erwartende positive Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität. Hier gehen die Prognosen von 2,1 % und mehr aus. Die geforderte Steigerung Ihrer Gehälter um 3,5% ist in diesem Zusammenhang sehr moderat und daher absolut angemessen.

Die Arbeitgebervertreter zeichneten ein sehr düsteres Bild der wirtschaftlichen Situation der gesamten Sparda-Gruppe. Die anwesenden Vorstände der Sparda-Banken forderten analog 2019 erneut eine Nullrunde (diesmal für 24 Monate) ein, um diese Situation zu meistern. Wieder einmal starten die Sparda-Banken damit den Versuch, die Probleme der Banken durch die Beschäftigten bezahlen zu lassen. Auch das Thema Arbeitsplatzsicherheit wurde durch die Arbeitgebervertreter zurückgewiesen. Einzig zu einer Regelung zur Umwandlungsmöglichkeit von Gehaltsbestandteilen in Zeit besteht Gesprächsbereitschaft.

Gerne hätten wir Ihnen von einem konstruktiven Verhandlungsauftakt berichtet. Diesen gab es aber nicht. Fest steht nur eines: Ohne das Engagement möglichst vieler Beschäftigter werden wir kein wertschätzendes Tarifergebnis erreichen können. Das schaffen wir nur gemeinsam!

Diese Tarifinfos gibt es hier als PDF, gerne zum Weiterverteilen an die Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

Neuer Ausbildungsberuf in der Versicherung ab August

Junge Arbeitnehmende im Büro. Für sie ist der neue Ausbildungsberuf besonders interessant.

Infos zum neuen Ausbildungsberuf in der Versicherungsbranche (Bild: Canva Studio, pexels.com)

Ausgehend von der veränderten Arbeitswelt wurde der Ausbildungsberuf „Kaufleute für Versicherungen und Finanzen“ weiterentwickelt. Er heißt nun „Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen“ und wurde von den Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis von ver.di gemeinsam mit den Arbeitgeber*innen, den Vertretungen der Ministerien und mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung abgestimmt.

Digitalisierte Arbeitsformen, zunehmend notwendige Resilienz der Beschäftigten und der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) sind Veränderungen, die diese Neuordnung vorgegeben haben.

Der neue Ausbildungsberuf im Überblick:

• Keine Fachrichtungen

Die Fachrichtung Finanzberatung gibt es im neuen Beruf nicht mehr. Ausgebildet wird aber im Bereich der Finanzanlageberatung, vorrangig in Versicherungsprodukten für die Altersvorsorge.

Kundenbedarfsfelder statt Sparten

Die Ausbildung in Produkten und Sparten wurde durch eine Ausbildung für insgesamt sechs Kundenbedarfsfelder abgelöst. Angepasst an die jeweilige Lebenssituation der Kund*innen und den jeweiligen Absicherungsbedarf wird zu passenden Produkte beraten.

• Wahlqualifikationen

Im dritten Ausbildungsjahr stehen fünf Wahlqualifikationen (WQ) zur Auswahl, die einzelne Ausbildungsinhalte vertiefen. Besonders erwähnt sei hier die WQ „Digitalisierungsprozesse in der Versicherungswirtschaft initiieren und begleiten“, die es Auszubildenden ermöglicht, an der Schnittstelle zwischen Sachbearbeitung und IT zu lernen.

Neue Standardberufsbildpositionen

Während der Ausbildung werden begleitend Standardberufsbildpositionen vermittelt, die für alle Berufe gelten und ebenfalls neu sind. Vor allem Lerninhalte zu nachhaltigem Handeln und zur digitalisierten Arbeitswelt sind wichtige Neuerungen.

• Gestreckte Abschlussprüfung statt Zwischen- und Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildung steht die Abschlussprüfung, die dieses Mal schon im vierten Halbjahr beginnt, weil es eine gestreckte Abschlussprüfung ist, deren erster Teil bereits in das Endergebnis einfließt.

In der Praxis seid ihr gefragt!

Am 8. März 2022 wurde das neue Berufsbild im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und kann mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres ausgebildet werden. Jetzt liegt es an euch – als Mitglieder in der JAV oder im Betriebsrat – gemeinsam mit den Ausbildungskräften auf einen gute Umsetzung des neuen Berufsbildes im Betrieb zu achten!

ver.di ist dabei:

  • wenn Berufe neu entwickelt oder überarbeitet werden.
  • wenn Prüfungen gestaltet, Prüfungsfragen entwickelt und Prüfungen abgenommen werden.
  • wenn Berufsbildungsausschüsse der Kammern sich mit der Ausbildungsqualität vor Ort auseinandersetzen.
  • wenn Betriebs-­ und Personalrat sowie Jugend- und Auszubildendenvertretung gemeinsam mit den Auszubildenden auf Qualität in der Ausbildung achten.

Hier gibt es das Flugblatt zum neuen Ausbildungsberuf als PDF.

Ab August mehr Gehalt für Tarifbeschäftigte

Wippe mit Einkaufswagen und Sparschwein

Bild: pogonici, depositphotos.com

Neue Gehaltstabelle für die privaten Banken: Am 1. August 2022 tritt die erste Stufe des Tarifabschlusses von 3,0 Prozent in Kraft. In diesen herausfordernden Zeiten verschafft das den Beschäftigten etwas Luft.

Dabei waren uns zwei Punkte besonders wichtig:

Mit Blick auf die anhaltend hohe Inflation können und wollen wir leider nicht von Gehaltssteigerung sprechen. Zusammen mit der anderen Stufe von weiteren 2,0 Prozent ab dem 1. August 2023 und den Einmalzahlungen trägt das Gesamtpaket dennoch zur spürbaren Entlastung bei.

Das war und ist nur möglich, weil wir gemeinsam mit viel Engagement und Durchhaltevermögen einen Abschluss erkämpft haben. Denn zur Erinnerung: In neun langen Monaten konnten wir nach harten und intensiven Verhandlungen – begleitet durch zahlreiche Streiks und Aktionen – zumindest das vorliegende Gesamtpaket durchsetzen.

Das Ergebnis wird nun umgesetzt (Gehaltstabelle als PDF):

  • Gehaltserhöhung in zwei Schritten: 3,0 Prozent zum 1. August 2022, weitere 2,0 Prozent zum August 2023
  • Einmalzahlung von 500 Euro (bereits im April 2022) und weitere 500 Euro zum 1. Januar 2023, für Auszubildende jeweils 100 Euro
  • Laufzeit bis 31. Mai 2024

Wie geht es weiter?

Das sind unsere offenen Themen und Baustellen:

  • mobiles Arbeiten
  • Nachwuchskräfte
  • Entlastung

Zu diesen Themen machte der AGV Banken während der Verhandlungen keine Aussagen. Auch derzeit fehlt es an Gesprächsbereitschaft. Sobald sich das ändert, lassen wir Sie das wissen.

Diese Tarifinfo gibt es hier auch zum Herunterladen und Verteilen.

Click here for the English version of the Bargaining info!

ComTS: Drei Fragen, drei Antworten!

Im letzten Monat hat ein Auftaktgespräch zwischen Vertretern von ver.di und der Commerzbank über mögliche Tarifverhandlungen stattgefunden. Außerdem wurde die Verschmelzung der fünf ComTS-Standorte West, Mitte, Nord, Rhein-Ruhr und Ost bekannt gegeben. Zu diesen und weiteren Themen findet ihr Antworten im neuen Video „3 Fragen an Stefan – von und mit Monique Jancke“ – klickt rein und leitet es gerne an eure Kolleginnen und Kollegen weiter.

3,0 Prozent mehr Gehalt ab Juli

Foto: Kay Herschelmann

In diesen herausfordernden Zeiten verschafft das den Beschäftigten in den öffentlichen Banken etwas Luft: Am 01. Juli 2022 tritt die erste Stufe des Tarifabschlusses von 3,0 Prozent in Kraft.

Mit Blick auf die anhaltend hohe Inflation können und wollen wir leider nicht von Gehaltssteigerung sprechen. Zusammen mit den anderen Stufen und Einmalzahlungen trägt das Gesamtpaket aber zur spürbaren Entlastung bei.

Das war und ist nur möglich, weil wir gemeinsam mit viel Engagement und Durchhaltevermögen einen Abschluss erkämpft haben. Denn zur Erinnerung: In neun langen Monaten haben wir nach harten und intensiven Verhandlungen, begleitet durch zahlreiche Streiks und Aktionen, ein wertschätzendes Gesamtpaket durchgesetzt.

Und es geht weiter: Aktuell sind wir in Gesprächen über eine neue Entgeltstruktur und eine erweiterte Gehaltstabelle sowie zu mobilen Endgeräten für Nachwuchskräfte. Hierzu halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden.

Damit wird das Verhandlungsergebnis nun umgesetzt:

  • Gehaltserhöhung in zwei Schritten: 3,0 Prozent zum 1. Juli 2022, weitere 2,0 Prozent zum 1. Juli 2023
  • Einmalzahlung von insgesamt 1.050 Euro unter Anrechnung der größtenteils als Coronaprämie bereits gewährten 750 Euro Einmalzahlung, dazu eine weitere Zahlung von 300 Euro
  • Anspruch auf bis zu 40 Prozent mobile Arbeit
  • Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit um eine Stunde bei vollem Lohnausgleich ab dem 1. Januar 2024 auf 38 Stunden. Das entspricht einer linearen Erhöhung von 2,56 Prozent. Die reduzierte Zeit soll auch in ganzen Tagen genommen werden können.
  • Laufzeit bis 31. Mai 2024
  • Die tarifvertraglichen Freistellungsgrundlagen in § 16 Abs. 3 (z. B. bei Geburt eines Kindes) wurden erweitert. Die dort geregelten Ansprüche sind künftig nicht mehr an den rechtlichen Status der Ehe gebunden, sondern können für alle Partnerschaftsformen in Anspruch genommen werden.
  • Wir haben probeweise vereinbart, dass Beschäftigte freiwillig bis 21 Uhr arbeiten können (in diesem Fall entfallen die Nachtarbeitszuschläge) – befristet für die kommenden eineinhalb Jahre. In der Zeit von 20 bis 21 Uhr dürfen aber keine Kundentermine stattfinden.
  • Erstmals wurde auch die Möglichkeit zur Umwandlung von Entgeltbestandteilen zum Zwecke der nachhaltigen Mobilität tarifvertraglich geregelt. Das schließt das sogenannte Fahrradleasing mit ein. Die Arbeitgeberseite soll dazu in den Unternehmen einen entsprechenden Zuschuss vereinbaren.

Das Gesamtpaket ist sehr respektabel. Beim Gehalt war schlicht nicht mehr machbar, auch wenn das gerade jetzt gut und wichtig gewesen wäre.

Gabriele Spahl, Bayerische Landesbank, Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission

Hier gibt es diese Tarifinfo als praktisches PDF zum Herunterladen.

Gehaltstabelle öffentliche Banken

Hier finden Sie die Gehaltstabelle für die kommenden beiden Jahre, aus der Sie Ihre Entgelte ablesen können.

Die Gehaltstabelle öffentliche Banken gibt es hier auch als praktisches PDF zum Herunterladen.

Auftaktgespräch über mögliche Tarifverhandlungen

Foto: ver.di Finanzdienstleistungen

Der Ruf nach verbesserten Arbeitsbedingungen per Tarifvertrag in den ComTS-Gesellschaften wird immer deutlicher und ist für den Commerzbank-Vorstand kaum mehr überhörbar. So haben sich zwischenzeitlich auch die Beschäftigten der ComTS Nord in Magdeburg auf den Weg gemacht und ihre Forderung nach einem Tarifvertrag artikuliert.

Aus zwei Gesellschaften, die im Frühjahr 2020 gestartet sind, sind so nun mittlerweile fünf (ComTS Mitte, West, Ost, Nord und Rhein-Ruhr) geworden. Gemeinsam machen sie sich stark und setzen sich für Tarifverhandlungen ein. ver.di-Gewerkschaftssekretär Stefan Wittmann dazu:

„Es ist schon beeindruckend. Die Kolleginnen und Kollegen in den ComTS-Gesellschaften sorgen für Stabilität in der Commerzbank. Mit ihrer ver.di-Mitgliedschaft untermauern sie ihren Anspruch, dafür auch fair entlohnt zu werden. Erste Resultate sind beispielsweise mit der Erhöhung des Einstiegslohnes auf zwölf Euro seit Januar sichtbar. Ohne entsprechende Aktionen wäre das in der Form nicht gelungen. Aber es kann auch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Wir gehen den Weg mit den Kolleginnen und Kollegen weiter.“

Stefan Wittmann, Gewerkschaftssekretär bei ver.di

Unter Berücksichtigung der letzten politischen Entwicklungen haben die Tarifkommissionen die Forderung nach dem Mindesteinstiegsgehalt in den ComTS-Gesellschaften von zwölf auf 14 Euro angehoben, Bettina Rolfes aus der Tarifkommission dazu:

„Es ist den Streikenden zu verdanken, dass die zwölf Euro schon seit Januar bei uns gelten, gesetzlich verpflichtend sind sie erst ab Oktober. Aber auch die Inflation, die Beschäftigte niedriger Gehaltsgruppen ganz besonders trifft, hat uns dazu bewogen, die Forderung aus dem Jahr 2020 auf 14 Euro anzupassen.“

Bettina Rolfes, Mitglied der Tarifkommission

Ende Mai erreichte ver.di ein Signal von den Verantwortlichen in der Commerzbank, über mögliche Tarifverhandlungen nun doch sprechen zu wollen. Mitte Juni fand dazu ein erster Austausch zwischen ver.di und den Bankvertreter*innen in einer konstruktiven Gesprächsatmosphäre statt. Es herrscht Einigkeit darüber, dass sich etwas an den Arbeitsbedingungen in der ComTS ändern muss.

„Eine Zusage zu Tarifverhandlungen ist das noch nicht, aber es ist ein wichtiger erster Schritt dahin. Jetzt kommt es auf jeden Einzelnen an – ver.di-Mitglied zu werden und damit ein persönliches Bekenntnis für einen Tarifvertrag abzugeben. Auch im Falle einer Verschmelzung der fünf ComTS-Gesellschaften wird es wirklich faire und transparente Arbeitsbedingungen nur mit einem ver.di-Tarifvertrag geben.“

Stefan Wittmann, Gewerkschaftssekretär bei ver.di

In den kommenden Wochen finden hierzu Informationsveranstaltungen an den jeweiligen Standorten statt. Die Standortbeauftragten und die Verantwortlichen der jeweiligen ver.di-Geschäftsstellen sind ebenfalls erreichbar.

Wegen der ver.di-Anstrengungen wurde bisher bereits erreicht*:

  • 30 Tage Urlaub
  • zwölf Euro Mindestlohn
  • erstmals Urlaubs-/Weihnachtsgeld

*Diese und weitere Punkte konnten nur erreicht werden, weil ver.di-Mitglieder an den ComTS-Standorten z. B. mit einer ver.di-Mitgliedschaft dafür eingetreten sind! Wenn du noch nicht dabei bist, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür!

Das wollen wir noch gemeinsam mit dir bei der ComTS erreichen:

  • Standort- und Beschäftigungssicherheit
  • 14 Euro Mindesteinstiegslohn und darauf aufbauend eine faire und transparente Gehaltstabelle mit Berufsjahresaufstiegen
  • Abschaffung der 35-Stunden-Abruf-Teilzeitverträge
  • keine sachgrundlosen Befristungen
  • regelmäßige Gehaltsanpassungen auch für Betriebsübergänger*innen
  • Urlaubs-/Weihnachtsgeld in angemessener Höhe

Diese Tarifinfo gibt es hier auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen!

ver.di und die Santander Consumer Bank

Bild: Peggy und Marco Lachmann-Anke, pixabay.com

Wir möchten einen kurzen Überblick darüber geben, wo wir mit Santander aktuell stehen. Nach unseren erfolgreichen Videokonferenzen und Ihrem Zuspruch haben wir den Vorstand in Person von Vito Volpe kontaktiert, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

Dabei waren uns zwei Punkte besonders wichtig:

  • Zum Ersten wollten wir mit dem Vorstand die Übernahme des Tarifergebnisses des privaten Bankgewerbes, aber auch über darüber hinausgehende „Zuschläge“ sprechen und in entsprechende Verhandlungen eintreten.  
  • Zum Zweiten wollten wir den Vorstand über die Ergebnisse unserer Umfrage informieren und mit ihm auch darüber diskutieren, wie man die Situation der Beschäftigten verbessern könnte.

Schriftlich wurde uns mitgeteilt, dass der Vorstand einer Übernahme des Tarifergebnisses prinzipiell positiv gegenübersteht. Inzwischen wurde das von uns als ver.di hart erkämpfte Tarifergebnis auch bei der Santander Consumer Bank übernommen. Das ist positiv zu bewerten.

Der Abschluss mit dem Arbeitgeberverband der privaten Banken in Zahlen:

  • Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro bei Abschluss des Tarifvertrages
  • Lineare Gehaltserhöhung von 3,0 Prozent ab 1. August 2022
  • Weitere Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro zum 1. Januar 2023
  • Weitere lineare Gehaltserhöhung von 2,0 Prozent zum 1. August 2023
  • Laufzeit bis 31. Mai 2024

Inflationsausgleich gefordert

Darüber hinaus sehen wir es aber mit Blick auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten bei Santander und mit Blick auf die besonders hohe Inflation als gerechtfertigt und notwendig an, über einen zusätzlichen Inflationsausgleich für die Tarifgehälter zu sprechen. Zum verabredeten Treffen war u. a. der zuständige Bereichsleiter für Direktvertrieb, Boris Kämmner anwesend. Leider war Vito Volpe entgegen unserer Erwartungen nicht zugegen. Dies ist ein Indiz dafür, dass wir noch nicht auf Augenhöhe gesehen werden.

Auf unsere Aufforderung, über einen Inflationszuschlag zu verhandeln, ist arbeitgeberseitig zu unserer Enttäuschung nicht eingegangen worden. Hier wird noch mal deutlich, dass wir noch nicht auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber sprechen.

Dies wird zukünftig nur möglich sein, wenn wir die notwendige Unterstützung von Ihnen bekommen. Nur durch eine gewerkschaftlich gut organisierte Belegschaft sind solche Forderungen durchzusetzen. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Stahlbranche haben es mit ihrem Tarifabschluss von 6,5 Prozent mehr Gehalt für 18 Monate gerade wieder eindrucksvoll bewiesen.

Es geht weiter

Konstruktiv können wir aus den Gesprächen berichten, dass die Verhandlungen zu den Stellenprofilen im Laufe des Sommers weitergeführt werden. Wir werden nun in der Tarifkommission darüber diskutieren, wie wir mit dem Thema Inflationsausgleich weiter umgehen werden. Es ist aber schon sehr deutlich geworden, ohne eine breitere gewerkschaftliche Basis wird es kaum vorangehen können.

Hier sind jetzt alle Kolleginnen und Kollegen bei Santander gefragt. Um auch direkte Gespräche mit Ihnen führen zu können, planen wir im Laufe dieses Jahres so viele Filialen wie möglich zu besuchen.

Diese Tarifinfos gibt es hier auch zum Herunterladen und Verteilen.

Mehr Geld oder mehr Freizeit?

Bild: Nina Uhlíková, pexels.com

In den Umsetzungsgesprächen des Tarifabschlusses aus diesem Jahr sind die Tarifvertragsparteien übereingekommen, dass eine Formulierung aus dem letzten Tarifabschluss aus 2019 noch angewendet werden muss: Demnach haben Beschäftigte bis Juni 2022 Anspruch auf die Umwandlung aller linearen Gehaltssteigerungen in Freizeit, dies gilt also auch für die erste Stufe aus dem Abschluss 2022.

Bis Ende Juni könnt ihr euren Wunsch auf Umwandlung beim Arbeitgeber anzeigen. Für die lineare Stufe im kommenden Jahr wird dies nicht möglich sein.

Was kann umgewandelt werden?

Die komplette erste Stufe in Höhe von 3,1 Prozent. Die so entstehenden freien Tage können wie Urlaubstage genommen werden. Bei einer 5-Tage-Woche ergibt sich daraus, dass rechnerisch ein Wert von 7,4 Tagen entsteht. Hier könnt ihr entscheiden, ob ihr die Umwandlung auf sieben Tage abrunden oder auf acht Tage aufrunden wollt (bei einer abweichenden Aufteilung der Arbeitszeit auf die Wochentage gelten entsprechend andere Werte).

Die Arbeitgeberseite hat zudem signalisiert, dass sie mit der Umsetzung der Umwandlungswünsche erst im September beginnen kann. Bitte beachtet, dass die Umsetzung zwar erst im September, aber dann rückwirkend zum Juni erfolgt. Erfreulich ist, dass dadurch bereits in 2022 mehr freie Tage möglich sind. Es muss jedoch beachtet werden, dass voraussichtlich mit dem Septembergehaltslauf eine Verrechnung der bereits ab Juni gezahlten Tariferhöhung erfolgen wird.

Was ist zu beachten?

Die Umwandlung in freie Tage wird „technisch“ wie eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit umgesetzt. Andere tarifliche oder sonstige Leistungen (z. B. variable Vergütungsbestandteile, Sonderzahlungen, Altersversorgung etc.), die abhängig sind von der erbrachten wöchentlichen Arbeitszeit, werden dann auf der Basis der verringerten Wochenarbeitszeit berechnet und reduzieren sich ebenfalls.

Das gilt nicht für den tariflich festgelegten Jahresurlaub: Habt ihr beispielsweise Anspruch auf 30 Tage Urlaub, bleibt es dabei. Bitte informiert euch vorher, welche Auswirkungen die Reduzierung der Arbeitszeit bei euch konkret hat!

Kann ich meine Gehaltsumwandlung in mehr Freizeit rückgängig machen?

Wenn keine Umwandlung mehr in freie Tage gewünscht ist und ihr wieder auf die alte Arbeitszeit zurückkehren möchtet, besteht die Möglichkeit, dies bis zum 30. Juni eines jeden Jahres gegenüber dem Arbeitgeber anzuzeigen.

Spätestens zum 01. Januar des Folgejahres wird das dann umgesetzt. Das geht auch für jede Gehaltssteigerung einzeln, wenn mehr als eine Gehaltssteigerung umgewandelt wurde. Eine Rückkehr in die alte Arbeitszeit kann letztmalig am 30. Juni 2024 (dann wirksam ab Januar 2025) angezeigt werden.

Unterbleibt dies, bleibt die wöchentliche Arbeitszeit dauerhaft reduziert. Eine Rückkehr zur alten Arbeitszeit ist dann nur im engen gesetzlichen Rahmen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes möglich.

Diese Tarifinfo gibt es hier auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen

Ab Juni: 3,1 Prozent mehr Geld für Tarifbeschäftigte

Bild: maitree rimthong, pexels.com

Mit dem Gehalt für Mai haben bereits alle Tarifbeschäftigten eine Sonderzahlung von 750 Euro bekommen (Teilzeitbeschäftigte anteilig). Für Auszubildende betrug die Sonderzahlung 200 Euro. Ab Juni steigen die Gehälter für Tarifbeschäftigte um 3,1 Prozent, womit nun die erste Erhöhungsstufe umgesetzt wird.

Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ebenfalls im Juni um 50 Euro. Die nächsten Schritte sind dann eine weitere Sonderzahlung im Januar 2023 und die zweite Gehaltssteigerung im Februar 2023 in Höhe von 2,1 Prozent, mindestens aber 100 Euro.

Neben der Erhöhung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen konnte ver.di u. a. noch Folgendes erreichen:

  • Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen
    Der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen wird für alle Tarifbeschäftigten bis zum 31. Januar 2024 verlängert.
  • Übernahme nach der Ausbildung
    Auszubildende mit einer Abschlussnote von 2,6 erhalten ein Angebot für ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im Deutsche Bank Konzern.
  • Regelung zur mobilen Arbeit (Postbank Klassik)
    Beschäftigte dürfen bis zu 60 Prozent ihrer individuellen vertraglichen Wochenarbeitszeit mobil arbeiten, wenn sie eine Rolle innehaben, die 40 Prozent mobiles Arbeiten erlaubt. Die Möglichkeit, 60 Prozent mobil zu arbeiten, kann nur aus bestimmten Gründen versagt werden. Diese Vereinbarung ist bis zum 31. Januar 2024 befristet.
  • Altersteilzeitregelung (Postbank Filialvertrieb)
    Beschäftigte dürfen ab dem 56. Lebensjahr für maximal neun Jahre eine Altersteilzeitregelung beanspruchen – auch im
    Blockmodell. Diese Option besteht für vier Prozent der MaSV und VBB-Filiale sowie für zwei Prozent der KB und LMG. Das Altersteilzeitgeld wird vom Arbeitgeber um 35 Prozent aufgestockt.
  • Erinnerung für Beschäftigte, die Gehalt in Freizeit umwandeln
    Die Beschäftigten, die ihre Umwandlung von Gehalt in Freizeit zum 31. Dezember 2022 beenden möchten, müssen dies bis zum 30. Juni 2022 gegenüber der Arbeitgeberseite erklären. Die letzte Möglichkeit für die Rückkehr in Vollzeit besteht dann im Juni 2024.

Diese Tarifinfo gibt es hier auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen

Tarifabschluss 2022/23: Erste Einmalzahlung im Mai

Bild: viewapart, depositphotos.com

Am 02. April 2022 wurde bei den Versicherungen der Tarifabschluss 2022/2023 erzielt. Bereits im Mai erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 550 Euro. Teilzeitkräfte und Kolleginnen und Kollegen in Altersteilzeit erhalten die Einmalzahlung anteilig. Für Auszubildende gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro.

Vor dem Hintergrund der aktuell gestiegenen Preise ist diese zusätzliche Zahlung ein positiver Beitrag. Sie hat aber auch eine soziale Komponente, da sie sich im Gegensatz zu einer prozentualen Gehaltsanpassung für die unteren Gehaltsgruppen stärker auswirkt. Deswegen war es der Tarifkommission ebenfalls wichtig, dass auch die Auszubildenden mit einer im Verhältnis zur Ausbildungsvergütung sehr ansehnlichen Einmalzahlung berücksichtigt werden.

Erste Gehaltserhöhung im September

Die erste prozentuale Tarifanpassung von 3,0 Prozent erfolgt zum 01. September 2022. Das hätten wir uns natürlich früher gewünscht und die Branche hätte sicherlich auch eine etwas höhere Anpassung verkraftet, aber darauf konnten wir uns mit den Arbeitgebern nicht einigen. Das hängt mit dem Organisationsgrad und unserer Kampfkraft zusammen. Während der Tarifrunde haben aber viele Kolleginnen und Kollegen den Weg in unsere Gewerkschaft gefunden. Das freut uns sehr, reicht aber noch nicht aus. Wir müssen noch mehr werden. Deshalb folgen Sie diesen Kolleginnen und Kollegen und werden Sie Mitglied, falls Sie diesen Schritt noch nicht gemacht haben.

Stärken Sie sich selbst durch die Mitgliedschaft! Sprechen Sie gerne die Ihnen bekannten ver.di-Mitglieder im Betrieb an.

Der Tarifabschluss in der Übersicht

Gehaltserhöhung in zwei Schritten
3,0 Prozent zum 1. September 2022, weitere 2,0 Prozent zum 1. September 2023

Einmalzahlungen
550 Euro im Mai 2022
500 Euro im Mai 2023

Erhöhung der Ausbildungsvergütung in zwei Schritten
50 Euro mehr zum 1. September 2022
weitere 50 Euro zum 1. September 2023

Einmalzahlungen für Auszubildende
300 Euro im Mai 2022
250 Euro im Mai 2023

Bezahlung von Überstunden in Teilzeit
Ab dem 1. Oktober 2022 bekommen Teilzeitbeschäftigte Überstundenzuschläge beim Überschreiten der individuell vereinbarten Regelarbeitszeit.

Rückkehrrecht zur Vollzeit
Vereinbart wurde eine Verhandlungsverpflichtung zur Regelung eines Rückkehrrechts von Teilzeit auf Vollzeit (wenn die gesetzlichen Brückenteilzeitregelungen nicht greifen).

• Übernahme von Auszubildenden
Vor dem 30. Juni 2022 muss eine Vereinbarung zur Übernahme der Auszubildenden erzielt werden.

Laufzeit
26 Monate (1. Februar 2022 bis 31. März 2024)

Die Tarifvereinbarungen zu Altersteilzeit und Arbeitszeitkorridor sind verlängert worden.

Das Flugblatt mit den Forderungen kann hier heruntergeladen werden.

Magazin für die Beschäftigten der öffentlich-rechtlichen Banken, Ausgabe Mai 2022

Foto: ver.di

Diesmal mit Artikeln zu folgenden Themen:

  • Tarifrunde 2021/2022: Ein Rückblick
    von Lukas Krüger, Landesbank Baden-Württemberg
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Hier steht das Magazin zum Download zur Verfügung.