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DB Direkt: Forderungen für die Entgelttarifrunde beschlossen

Foto: Kay Herschelmann

Berlin, 16. Oktober 2023; Wer schlecht bezahlt wird, kann sich kein gutes Leben leisten. Die Mindeststundenvergütung muss auf 17,50 Euro steigen!

Die ver.di-Tarifkommission hat auf Grundlage der Mitgliederbefragung die Forderungen für die Entgelttarifrunde 2023 beschlossen.

  • 17,50 Euro Mindeststundenvergütung (VG 1 im 1. Jahr)
  • Entsprechende prozentuale Anpassung aller Entgelte bis zur Vergütungsgruppe 5
  • 15 % Gehaltserhöhung für die Vergütungsgruppe 6
  • Auszubildende bei der DB Direkt GmbH werden genauso wie die Auszubildenden bei der Postbank Direkt GmbH bezahlt (1.151 Euro im 1. Ausbildungsjahr, 1.220 Euro im 2. Jahr, 1.300 Euro im 3. Jahr).
  • Erhöhung der Vermögenswirksamen Leistungen auf 40 Euro
  • Mitgliedervorteilsregelung: ver.di-Mitglieder erhalten zwei zusätzliche Tage Erholungsurlaub

Klar ist: unser Forderungspaket ist gewaltig – aber gerechtfertigt. Seit fast zwei Jahren schießen die Preise durch die Decke. Viele kommen mit dem bei DB Direkt gezahlten Gehalt nicht mehr über die Runden. Die Inflation hat die seit dem beim letzten Tarifabschluss vereinbarten Einkommen entwertet.

Eine Stundenvergütung von 12,64 Euro (Einstieg VG 2) reicht hinten und vorne nicht, passt nicht mehr in die Tariflandschaft und steht vor allem dem DB Konzern nicht gut zu Gesicht. Darüber hinaus werden bei der Postbank Direkt Tätigkeiten, die mit denen in der VG 2 vergleichbar sind, deutlich besser bezahlt. Beschäftigte erhalten dort bis zu 450 Euro mehr im Monat.

Und: Das derzeitige Gehaltsniveau bei der DB Direkt ist nicht mehr wettbewerbsfähig. Gut qualifizierte Beschäftigte orientieren sich auf besser bezahlte Stellen im Konzern oder verlassen das Unternehmen. Ganz zu schweigen davon, dass mit den derzeit gezahlten Gehältern kein dringend gebrauchtes neues Personal gewonnen werden kann. Mehr Geld trägt deshalb auch zur Zukunftssicherung der DB Direkt bei.

Einzig, weil es ver.di-Mitglieder im Unternehmen gibt, finden überhaupt Tarifverhandlungen statt. Sonst müssten die/ der Einzelne sich alleine darum kümmern, wieviel Geld sie/er am Monatsende bekommt. Gewerkschaftsmitglieder haben einen „Extrabonus“ verdient. Deshalb fordern wir zwei Tage zusätzlichen Erholungsurlaub für ver.di-Mitglieder.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

diese Tarifrunde ist mindestens genauso herausfordernd wie 2021. Dort konnten wir nach wochenlangen Streiks das 13. Gehalt durchsetzen. Geschafft haben wir das nur, weil es eine starke Unterstützung bei den Beschäftigten gab, auch in Form von ver.di-Mitgliedschaften. Wer ein gutes Tarifergebnis auch in 2023 will, muss ver.di dafür stark machen.

Euer ver.di-Verhandlungsteam
Christiane Fillers, Stefan Janowitz, Gabriele Bille, Christiane Koch Standort Essen Carola Märker, Hakan Tuna Standort Berlin Roman Eberle, Birgit Laumen ver.di

Hier gibt es diese Tarifinfo auch als praktisches pdf zum Herunterladen


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