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Versicherungen
Tarifbewegung 2021/2022
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Tarifbewegung 2021/2022

Informieren Sie sich zu Ihrer Tarifrunde:

Ablauf der Tarifrunde

Im Januar 2022 startet die nächste Tarifrunde für den Versicherungsinnendienst.

Der Tarifvertrag läuft zum 31.01.2022 aus. Aktuell läuft die Forderungsbefragung bei unseren Mitgliedern. Egal ob es um die Höhe der Gehaltsforderung oder um qualitative Schwerpunktthemen geht: Bei uns entscheiden die Mitglieder, mit welchen Forderungen wir in die Tarifrunde gehen. Die Tarifkommission wird Ende Oktober darauf aufbauend die Forderungen für die Tarifrunde 2022 beschließen.

Bei den Forderungen spielt sicher eine spürbare Anhebung der Tarifgehälter eine zentrale Rolle. Die Inflationsrate steigt aktuell. Insbesondere die die Entwicklung bei Mieten und Energiepreisen führen dazu, dass es für die Beschäftigten immer enger im Geldbeutel wird. Bei allen Herausforderungen für die Versicherungsunternehmen, handelt es sich um eine stabile und wirtschaftlich erfolgreiche Branche. Die Menschen, die in der Versicherungsbranche arbeiten haben mit ihren Leistungen und ihrem Engagement wesentlich dazu beigetragen, dass die Unternehmen gut durch die Corona-Krise gekommen sind. Dieses Engagement verdient einen ordentlichen Gehaltsabschluss.

Nun kommt es darauf an, auf wie viele Mitglieder sich unsere Verhandlungskommission stützen kann: Je mehr Mitglieder, je mehr Kolleginnen und Kollegen an Tarifaktionen und ggf. Warnstreiks teilnehmen, desto besser ist unsere Verhandlungsposition. Im Umkehrschluss können wir wenig durchsetzen, wenn nur wenig Beschäftigte gewerkschaftlich organisiert sind, sich kaum Aktive beteiligen. Hier kannst du Mitglied werden und hier findest du Hinweise, wie du dich aktiv einbringen kannst.

Material

Hier gibt es Material zum Herunterladen, Informieren und Verteilen an Kolleginnen und Kollegen.

Aktionen sichtbar machen

Dieses Tutorial zählt die wichtigsten Punkte auf, die es für gute Fotos und Videos (mit dem Smartphone) zu beachten gilt. Denn für wirkungsvolle Aktionen sind gute Bilder zur Dokumentation besonders wichtig.

Mitglieder ansprechen und mobilisieren!

Mit diesem Leitfaden für 1-zu-1-Gespräche sind Sie gut vorbereitet. Bei der Forderungsfindung geht es darum, die Kolleginnen und Kollegen einzubinden und für die spätere Verhandlungsphase zu aktivieren.

Gewerkschaftlich aktiv im Unternehmen

Gute Verhandlungsergebnisse kann es nur mit einer Gewerkschaft geben, die über starken Rückhalt bei den Beschäftigten verfügt. Und dies muss für die Arbeitgeberseite auch deutlich sichtbar sein! Diese Broschüre klärt Sie über Ihre Rechte in Tarifrunden auf.

Beschäftigte ansprechen und gewinnen!

Dieser Gesprächsleitfaden soll Sie dabei unterstützen, Beschäftigte in den Banken zur Tarifrunde anzusprechen. Die Kolleginnen und Kollegen sollen motiviert werden, ver.di-Mitglied und in der Tarifrunde selbst aktiv zu werden.


Aktionsbilder

Streik sichtbar machen

Hier Ihr Streikfoto aus dem Homeoffice hochladen und virtuell am Streik teilnehmen

Zur Aktion

Hintergrund

Die rund 150.000 Beschäftigten in den knapp über 80 deutschen Privatbanken sehen sich erheblichen strukturellen Umbrüchen gegenüber. Die Digitalisierung und die umfassende Regulatorik in der Finanzbranche führen zu weitreichenden Umstrukturierungen. Das übt anhaltenden Druck auf die Tarifverträge aus. Die Corona-Pandemie beschleunigt den Umbruch in unserer Arbeitswelt.

Die anhaltende Niedrigzinsphase, zunehmende Regulierungen und die fortschreitende Digitalisierung stellt unsere Branche vor große Herausforderungen. Ärgerlich dabei: Die damit verbundenen Veränderungen werden oft einseitig auf Kosten der Beschäftigten umgesetzt. Steigende Arbeitsplatzunsicherheit, zunehmender Vertriebsdruck und wachsende psychische Belastungen sind nur einige Punkte, mit denen Bankbeschäftigte aktuell zu kämpfen haben. Hinzu kommt, dass sie oft auf den Kosten für Energie und Ausstattung im Homeoffice sitzen bleiben.

Rückblick
Die letzte Tarifrunde im privaten und öffentlichen Bankgewerbe fand im Sommer 2019 statt. Die Einigung mit dem Arbeitgeberverband war damals nur mit großen Anstrengungen erreichbar, da die Arbeitgeber zunächst keinerlei Angebot vorlegten und überhaupt nicht auf unsere Forderungen eingingen. Nach fünf Verhandlungsrunden erzielte ver.di schließlich doch noch eine Einigung. Demnach stiegen die Gehälter in zwei Stufen um insgesamt 4 Prozent. Zum 1. September 2019 stiegen die Entgelte um 2,0 Prozent und zum 1. November 2020 wurden die Entgelte um weitere 2,0 Prozent erhöht. Für Auszubildende stieg die Ausbildungsvergütung um 60 Euro zum September 2019. Der Tarifvertrag läuft noch bis Juni 2021.

Durch den Tarifabschluss konnte für 2019 ein Reallohnverlust abgewendet und für 2020 sogar eine Reallohnentwicklung durchgesetzt werden. Das ist nicht selbstverständlich: In der Vergangenheit gab es in unserer Branche sogar Jahre mit Reallohnverlust. Das Ergebnis in der Tarifrunde war das Ergebnis einer außerordentlich konfliktreichen Tarifauseinandersetzung mit fünf Verhandlungsrunden.

Neben der Gehaltserhöhung wurden Verhandlungsverpflichtungen zur Modernisierung der Entgeltstruktur, für einen Nachwuchskräftetarifvertrag und für eine ergänzende betriebliche Altersvorsorge nach dem Betriebsrentenstärkungsgesetz vereinbart. Die Aushandlung dieser Themen dauern aktuell noch an.

2020 kündigte der Verband der Öffentlichen Banken (VÖB) die Verhandlungsgemeinschaft mit dem Verband der privaten Banken (AGV). Die Folge: ver.di verhandelt nun mit beiden Arbeitgeberverbänden getrennt. Der Druck auf die Beschäftigten in den privaten Instituten steigt.

Ausblick: Die anstehende Tarifrunde 2021
Ob es der Arbeitgeberseite gelingen wird, die Arbeitsbedingungen und Gehälter in unserer Branche deutlich zu verschlechtern oder ob es sogar gelingt, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, wird sich maßgeblich mit der anstehenden Tarifrunde entscheiden.

Ein Gegengewicht bilden und Verbesserungen erreichen können wir nur mit breiter Unterstützung und Beteiligung, sprich: Wenn sich deutlich mehr Bankbeschäftigte in ver.di organisieren und für ihren Tarifvertrag einsetzen!

Deswegen JETZT Mitglied werden und die eigene Position stärken! Und dann: gemeinsam aktiv werden für gute und gesunde Arbeitsbedingungen!