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Soli-Gruß aus Baden-Württemberg: Ihr seid toll!

Solidarisch mit den Beschäftigten der ComTS

Die Teilnehmer der Landesfachbereichskonferenz A Baden-Württemberg bewundern die Ausdauer der ComTS Beschäftigten in ihrem Kampf um einen Haustarifvertrag. Bereits seit 2 Jahren kommt es immer wieder zu Aktionen und Streiks, aber die Commerzbank zeigt kein einlenken. Trotz hoher Konzerngewinnen sollen die Beschäftigten in den Servicegesellschaften weiterhin mit schlechten Arbeitsbedingungen und Hungerlöhnen abgespeist werden. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir stehen fest an eurer Seite und ermutigen euch nicht aufzugeben, bis ihr einen Haustarifvertrag durchgesetzt habt.

Ihr seid toll! Haltet durch – Aufgeben ist keine Option!

NRW steht solidarisch hinter den ComTS Kolleg*innen

Die Landesfachbereichskonferenz A NRW steht solidarisch hinter den streikenden Kolleginnen und Kollegen der Commerzbank-Tochter Commerz Transaction Services GmbH (ComTS). 

Nächste Woche starten die Kolleginnen und Kollegen in ihre 5. Streikwelle.

Im Frühjahr 2020 haben sich Kolleginnen und Kollegen der ComTS Mitte (Erfurt) und ComTS West (Hamm) in ver.di organisiert, um ihre Arbeitsbedingungen durch einen Tarifvertrag zu verbessern. Nach und nach schlossen sich ihnen die ComTS Rhein-Ruhr (Duisburg), die ComTS Ost (Halle) und die ComTS Nord (Magdeburg) an. Ein Tarifvertrag wäre für alle fünf Standorte ein absolutes Novum.

Bislang wurden die Arbeitsbedingungen an diesen Standorten einseitig von Arbeitgeberseite bestimmt. Im Rahmen einer Beschäftigtenbefragung und anschließender Diskussion durch die ver.di-Mitglieder in den Tarifkommissionen wurden erste Grundsätze für einen Tarifvertrag beschlossen.

Abschluss eines Haustarifvertrages mit folgenden Kernpunkten Weitestgehende Übernahme der Regelungen des Manteltarifvertrages für das private Bankgewerbe (Urlaub, Arbeitszeit, Entgeltfortzahlung, VWL usw.) mit folgenden Änderungen: ein Mindestlohn von 14 Euro pro Stunde, eine transparente Gehaltstabelle mit Berufsjahresaufstiegen, mindestens neun Entgeltstufen, Tarifierung eines Urlaubs- und Weihnachtsgeldes, Ausschluss sachgrundloser Befristungen, Geltung auch für die per Betriebsübergang mit Besitzstand in die Gesellschaft gewechselten Beschäftigten, Übergangs- und Integrationsvorschriften für in den Betrieb gewechselte Beschäftigte, Koppelung an künftige Gehaltsentwicklungen

Über das gesamte Jahr 2021 und 2022 haben verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen und Gespräche mit Vertreter*innen aus der Politik stattgefunden.

Nachdem im Juni 2022 ein erster Austausch zwischen ver.di und der Commerzbank AG stattfand, gibt es immer noch keine Zusage zu „echten“ Tarifverhandlungen.

Ohne die Bereitschaft zu Tarifverhandlungen sind Streikmaßnahmen unausweichlich. Seit dem 4. und 5. Oktober 2022 finden regelmäßige Streiks an allen ComTS-Standorten statt. Von Streiktag zu Streiktag ist eine Steigerung der Beteiligung festzustellen – gemeinsam werden wir das Ziel erreichen!

An den ComTS-Standorten erledigen die rund 1.700 Beschäftigten nachgelagerte Arbeiten aus dem Bankgeschäft der Commerzbank wie den Zahlungsverkehr, die Kreditbearbeitung, die Compliance und bankinterne Postabläufe. Unter ihnen gibt es mehrere hundert Beschäftigte, die ein Einkommen erzielen, das nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.

Alles auf Anfang bei der ComTS!

Am 24.11.2022 gab es ein offenes und konstruktives Gespräch zwischen ver.di, Frau Schmittroth (Arbeitsdirektorin der Commerzbank bis 31.12.2022) und Frau Mlnarski (Arbeitsdirektorin der Commerzbank ab 01.01.2023).

In diesem Gespräch wurde uns ein Termin für eine „Sondierung“ unserer Forderungen im Februar 2023 angeboten. Dieses Gesprächsangebot nahmen wir an. Wir waren auch bereit auf weitere Eskalationsstufen (z.B. Urabstimmung für unbefristete Streiks und Solidaritätsstreiks bei der Commerzbank AG) zu verzichten und erklärten für Januar 2023 eine Streikpause.

Ein Angebot zu Sondierungen ist jedoch immer noch keine Zusage für die Aufnahme von Tarifverhandlungen.
Wir erklärten uns deshalb nicht bereit, auf Streiks im Dezember zu verzichten. In unserem Gespräch kommunizierten wird diesen Sachverhalt klar und deutlich, die Streiks im Dezember waren der Commerzbank also bekannt.

Leider wurde der eingeschlagene konstruktive Weg einseitig durch die Commerzbank wieder verlassen. Alle Beschäftigten der ComTS Gesellschaften bekamen heute eine E-Mail, in der die jeweiligen Geschäftsführungen entschieden,

„[…] allen Mitarbeitenden und Auszubildenden, die sich ab sofort bis zum 31.12.2022 keinen Streiks anschließen, sondern auch an den Streiktagen weiterarbeiten für das Jahr 2023 zwei zusätzliche Urlaubstage gutzuschreiben.“

Eine Schlechterstellung der streikenden Kolleginnen und Kollegen können und werden wir jedoch nicht akzeptieren. Es ist außerordentlich bedauerlich, dass die Verantwortlichen in der Commerzbank offensichtlich nicht an einer konstruktiven Lösung interessiert sind. Wir werden in der kommenden Woche weitere Schritte in Richtung Urabstimmung über einen unbefristeten Streik und Solidaritätsstreiks bei der Commerzbank AG gehen.

Es bleibt dabei: „Aufgeben ist keine Option!“

Die Beschäftigten der ComTS Gesellschaften sind mit diesem Streikaufruf vom 28.11.- 3.12.2022 zum Arbeitskampf aufgerufen:

Streikaufruf zum Download

„Aufgeben ist keine Option! – Wir sind die ComTS“

Wild entschlossen ging es am 15.11.2022 für Streikende aus Hamm, Duisburg und sogar aus Erfurt zum Ort der Betriebsräteversammlung der Commerzbank in Köln zur zentralen Kundgebung für diese Streikwoche.

Bei der Ankunft wurden die Streikenden von über 150 sich solidarisierenden Commerzbänker*innen vor dem Kölner Dom in Empfang genommen. Gemeinsam ging es in voller Stärke Richtung Kundgebung, wo auch der Commerzbank-Vorstandsvorsitzende Manfred Knof angetroffen wurde. In den Redebeiträgen vor insgesamt rund 250 Kolleginnen und Kollegen wurde deutlich – die Belegschaften der Commerzbank und der ComTS stehen Seite an Seite, gemeinsam kämpfen sie für einen Tarifvertrag in der ComTS.

Worum es geht, hat unsere Kollegin Sabine Kannenberg aus der Commerzbank AG, Kiel, deutlich zum Ausdruck gebracht:
„Das Hauptproblem ist, dass die Kolleginnen und Kollegen der ComTS-Gesellschaften keinen Tarifvertrag haben und nur knapp über Mindestlohn bezahlt werden und dass die Kolleginnen und Kollegen zum Teil seit 15 Jahre keine Gehaltsanpassung gehabt haben.“

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Film und Schnitt: ver.di-TV, Tom Schildberg

ComTS: Signal beim Vorstand angekommen

Aus allen fünf Standorten der ComTS reisten heute, am 15. November, Streikende zu einer zentralen Streikkundgebung nach Köln an!

Frenetisch begrüßt wurden sie dort von 150 Betriebsräten und Betriebsrätinnen aus der Commerzbank AG, die ihre Solidarität mit den Streikenden bekundeten. In der Versammlung der Betriebsräte der Commerzbank AG machten die Betriebsräte und Betriebsrätinnen dem Vorstand klar, dass sie hinter den Streikenden der ComTS stehen.

„Die Commerzbank wird entweder in den Tochtergesellschaften Tarifverträge abschließen und den Betriebsfrieden wiederherstellen oder aber sie wird in der kompletten AG merken, dass wir zusammenstehen, zusammenhalten und uns füreinander einsetzen.“

Uwe Tschläge, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der Commerzbank AG

Sabine Schmittroth, Arbeitsdirektorin und Personalvorständin der Commerzbank AG, sagte, dass sie Respekt hat vor der Entschlossenheit der Streikenden und dass sie glaubt, dass dieses Signal beim Vorstand angekommen ist.

Noch mehr Solidarität mit den Streikenden

Der Landesfachgruppenvorstand Banken/Versicherungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bekundete auf deren Klausur vom 08.-09. November 2022 Solidarität mit den Streikenden der ComTS.

Vertreter*innen aus der Debeka-Versicherung, Commerzbank, ComTS, Volksbank, UniCredit, Sächsischer Aufbaubank, KEBA, Landesbank-Baden-Württemberg, Deutscher Bank, Postbank und der Sächsischen Lotto GmbH planten hier ihre Arbeit für das Jahr 2023. Dabei kamen auch die Streiks der ComTS auf den Tisch. Mit einer kleinen Videobotschaft senden sie viel Durchhaltekraft und Unterstützung an alle Kolleg*innen aus den ComTS Gesellschaften. Der harte und lange Kampf um einen Tarifvertrag muss endlich ein erfolgreiches Ende haben. Tarif kommt von aktiv!

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Einwöchige Arbeitsniederlegung bei der ComTS

Auch weiterhin warten die Beschäftigten der Commerzbank-Tochtergesellschaften ComTS darauf, dass es zu Tarifverhandlungen kommt. Trotz fehlender Verhandlungsbereitschaft konnten die Streikenden in den letzten Wochen und Monaten einiges erreichen.

So gibt es noch in diesem Jahr ein Energiegeld i. H. v. 2.000 €, befristete Arbeitsverträge für Neueinstellungen werden abgeschafft und auch das Urlaubs- und Weihnachtsgeld wurde neu eingeführt, um nur ein paar Erfolge zu nennen.

All das hat nicht zum Untergang der ComTS-Gesellschaften geführt. Damit auch zu den weiteren Forderungen Verhandlungen stattfinden und es somit im weiteren Verlauf zu einem Tarifvertrag kommt, wurde am heutigen Montag, dem 14. November, die vierte Streikwelle eingeläutet, in der eine ganze Woche – vom 14. bis 18. November gestreikt wird. Eine zentrale Kundgebung findet statt am Dienstag, den 15. November, um 8:30 Uhr vor dem Pullmann-Hotel in Köln.

Die Streikenden kämpfen damit u. a. für:

  • ein transparentes und faires Entgeltsystem mit einem Mindesteinstiegsgehalt von 14 Euro und regelmäßigen Erhöhungen
  • ein 13. Gehalt
  • ein Ende der Abruf-Arbeitsverträge
  • eine Standort- und Beschäftigungssicherheit
  • Entgelterhöhungen und bessere Regelungen für sogenannte Betriebsübergänger

In 2 Jahren konnte durch unterschiedliche Aktionen bereits erreicht werden:

  • Mindestlohn von 12 Euro vor Gesetzeseinführung
  • Erhöhung Urlaubsanspruch auf 30 Tage
  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld i. H. v. 150 Euro (Weihnachtsgeld 2022: 500 Euro)
  • Energiegeld 2022 i. H. v. 2.000 Euro

Seite an Seite bei der ComTS: Ein Konzern steht zusammen!

Die Kolleginnen und Kollegen der Commerzbank AG Berlin stehen hinter ihren streikenden Kolleginnen und Kollegen der ComTS.

So geht Solidarität!

Übrigens: Es gibt immer noch kein Verhandlungsangebot der Commerzbank AG!

Die Streiks gehen also in die nächste Runde! Weitere Infos folgen.

Solidarität mit den Streikenden Kolleg*innen der ComTS: Die „Mutti“ steht hinter Euch!

Solidarisch mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen der ComTS ist die ver.di Betriebsgruppe der Commerzbank AG Thüringen. „Der beste Garant für faire Arbeitsbedingungen ist und bleibt ein Tarifvertrag für alle Mitarbeiter der ComTS, welcher als wichtigstes Ziel eine auskömmliche Bezahlung haben muss und auch ganz klar die aktuell gängigen Abrufarbeitsverträge ausschließen muss! Getreu dem Motto zusammenstehen, stehen die Kolleginnen und Kollegen der ComTS Mitte GmbH und der Commerzbank Thüringen füreinander ein.“ Sascha Rambow, Betriebsrat der Commerzbank AG Thüringen

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Mehr als hundert Kolleg*innen nehmen an virtueller Streikkundgebung teil

Für die dritte Streikwelle fand heute eine virtuelle Streikversammlung mit über 100 Teilnehmenden statt. Seit Mittwoch werden wieder alle ComTS-Standorte bestreikt. Die Arbeitsniederlegung wird bis Freitag dauern. Die ver.di-Standortbeauftragten berichten, dass die Streikauswirkungen deutlich zu spüren seien.

Von Führungskräften aus der Commerzbank wird dies mittlerweile auch signalisiert. Den Streikenden aus Duisburg, Hamm, Erfurt, Halle und Magdeburg wurden bei der Streikversammlung von Christoph Schmitz, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, solidarische Grüße übermittelt. Christoph Schmitz bezeichnete es als ‚Sauerei‘, dass die Commerzbank als großes Finanzinstitut Arbeitsbedingungen zu verantworten hat, bei denen Abrufarbeitsverträge zum Alltag gehören und für viele Beschäftigte Gehälter gezahlt werden, die knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.

Stefan Wittmann, ver.di-Unternehmensbetreuer für die Commerzbank sprach den Streikenden und ver.di-Aktiven seinen Respekt aus für die Standhaftigkeit und den Mut, diese Auseinandersetzung zu führen. Claudia Eggert-Lehmann vom Commerzbank Betriebsrat Westfalen brachte ebenfalls ihre Unterstützung für einen Tarifvertrag bei den ComTS-Gesellschaften zum Ausdruck und begrüßte ausdrücklich die Möglichkeit, dass in Kürze auch Solidaritätsstreiks in der Commerzbank stattfinden können. Eine Kollegin aus der ComTS-Tarifkommission sprach davon, dass die Wut und Enttäuschung in den Belegschaften von Tag zu Tag zunehmen. Sie ist stolz auf ihre streikenden Arbeitskolleg*innen und ist sich sicher, dass die Auseinandersetzung – wann auch immer – mit einem Tarifvertrag zu Ende gebracht wird.