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Erster Streiktag bei der KEBA

KEBA GmbH in Schkeuditz: Heute waren 150 Beschäftigte beim Warnstreik dabei und haben klar gemacht: Es braucht jetzt eine Lösung und nicht irgendwann!

In der ersten Verhandlungsrunde mit ver.di konnte der Arbeitgeber kein Angebot vorlegen. Er spielt damit ganz klar auf Zeit. Und die haben die Beschäftigten mit ihren Gehältern nicht.

Darum jetzt Mitglied werden. Gemeinsam steigern wir den Druck!

Mehr Hintergrund-Infos zur ersten Verhandlungsrunde.

Immer dasselbe!

Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der KEBA starten ohne Angebot der Arbeitgeberseite!

Am 12. Januar fand die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der KEBA statt. Im Mittelpunkt dieser ersten Verhandlungsrunde standen unsere Forderungen:

  1. Kein Stundenlohn unter 15 Euro!
    Erhöhung der ersten Stufe der Vergütungsgruppe 1 auf 15 Euro. Alle weiteren Stufen und Vergütungsgruppen bauen dann logisch darauf auf.
  2. Einführung eines 13. Gehalts!
    Die jährliche Sonderzahlung in Höhe von 350 Euro wird auf ein volles 13. Gehalt aufgebaut.

Nach der Präsentation und Argumentation haben wir ein erstes Angebot der KEBA-Geschäftsführung eingefordert. Die Arbeitgeberseite erklärte jedoch, dass sie sich im Moment nicht in der Lage sieht, ein Angebot vorzulegen und begründete dies mit offenen Fragen zu unseren Forderungen.

Eine erste Reaktion zu unseren Forderungen wurde uns aber präsentiert. Zwar sei die Arbeitgeberseite dazu bereit die Gehälter der Beschäftigten angemessen zu erhöhen, von unserer Forderung seien sie aber sehr weit entfernt. Erhöhungen in diesem Ausmaß würden das Geschäftsmodell der KEBA „billig zu produzieren“ in Frage stellen. „Schließlich bearbeiten die Beschäftigten der KEBA auch nur die einfachsten Fälle“, so die Arbeitgeberseite in diesem Zusammenhang.

Wir bleiben dabei: Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit für alle Beschäftigten im Bereich Operations!

Dazu gehört nun auch endlich eine ordentliche Gehaltsanpassung in der KEBA! Die Preise für Lebensmittel und Energie gehen durch die Decke. Das Einkommen reicht für viele Kolleginnen und Kollegen einfach nicht mehr aus, um die notwendigsten Dinge zu bezahlen. Wann, wenn nicht jetzt, ist der perfekte Zeitpunkt, die Bezahlung der Beschäftigten nachhaltig aufzuwerten?

Zu guter Letzt haben wir darauf hingewiesen, dass wir die Verhandlungen schnell zu einem Ergebnis führen wollen, da die Beschäftigten jetzt auf mehr finanzielle Mittel angewiesen sind. Die Arbeitgeberseite ist jedoch der Auffassung, dass die ausgezahlte Inflationsausgleichsprämie fürs Erste ausreicht. Diese Ansicht teilen wir natürlich nicht!

Nach der ersten Verhandlungsrunde wird deutlich: Auch 2023 werden wir mit reinen Argumenten am Verhandungstisch keine guten Gehaltserhöhungen durchsetzen können. Wer eine gute und angemessene Gehaltserhöhung für gerecht hält, muss Verantwortung übernehmen und persönlich dazu beitragen, die ver.di-Tarifkommission handlungs- und durchsetzungsfähig zu machen. Das geht nur mit einer ver.di-Mitgliedschaft und der Beteiligung an Aktionen im Betrieb.

Daher zählt ab jetzt umso mehr: Werdet ver.di-Mitglied und stärkt gemeinsam mit Euren Kolleginnen und Kollegen die Verhandlungsposition Eurer Gewerkschaft: www.mitglied-werden.verdi.de

Euer ver.di-Verhandlungsteam
Angelika Kuniczewski, Iris Hansen, Nicole Hohndorf, Kevin Voß und Tillmann Kubitz

Hier gibt es diese Tarifinfo auch als praktisches PDF zum Herunterladen und Verteilen.

Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit!

Gleiches Geld für gleiche Arbeit

Foto: Patryk Kosmider, depositphotos.com

Kein Stundenlohn unter 15 Euro! Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der KEBA starten im Januar.

In regelmäßigen Abständen verhandelt eure Gewerkschaft ver.di eure Gehälter neu. Die Gehälter der KEBA-Beschäftigten sind im Gehaltstarifvertrag festgelegt, welcher aktuell eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022 hat. Die ver.di-Tarifkommission (euer Verhandlungsteam) hat den Gehaltstarifvertrag fristgemäß gekündigt, sodass wir ab Januar einen neuen Gehaltstarifvertrag verhandeln können.

Es ist viel passiert seit 2020
Seit den letzten Tarifverhandlungen 2020 ist viel passiert. Das Unternehmen KEBA ist gewachsen und hat sich als unverzichtbarer Teil des gesamten Operations-Bereichs etabliert. Die Arbeitsprozesse und die Beschäftigten in ganz Operations rücken spätestens durch die gemeinsame IT immer weiter zusammen. Egal an welchem Standort – die Prozesse ähneln sich immer mehr.

Wieso noch differenzieren?
Was sich bis heute allerdings nicht ähnelt, ist die Bezahlung. Für vergleichbare Tätigkeiten werden Beschäftigte z.B. in Essen, Hamburg oder Schkeuditz oft sehr unterschiedlich vergütet. Das liegt vor allem an der Zugehörigkeit zum jeweiligen Unternehmen und Tarifvertrag. Die Frage, die sich heute stellt: Ist das noch zeitgemäß? Ist das gerecht? Die Arbeitgeberseite wirbt für ein gemeinsames Leitbild in der Privatkundenbank. Mit dem Slogan „W1R“ möchte der Bereich für Zusammenarbeit werben. Das möchten wir unterstützen!

Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit!
Zu Zusammenarbeit und gemeinsamen Handeln gehört aber eine gleichwertige Behandlung – auch beim Einkommen. Gerade in der aktuellen Zeit ist das mehr als nur wichtig. Daher wird die ver.di-Tarifkommission mit folgenden Forderungen
auf die Arbeitgeberseite zugehen:

  1. Das niedrigste Stundenentgelt wird auf mindestens 15 Euro erhöht. Die Tabellenwerte der weiteren Vergütungsgruppen bauen darauf logisch auf.
  2. Die jährliche Sonderzahlung von 350 Euro soll auf ein volles Gehalt aufgebaut werden.

Was bedeutet die ver.di-Forderung in der Praxis?
Hier ein Beispiel: Beschäftigte der Vergütungsgruppe 3, Stufe 1 erhalten derzeit 2.208,58 Euro. Das entspricht einem Stundenentgelt von 13,03 Euro – also gerade mal 1,03 Euro über dem Mindestlohn. Mit unserer Forderung steigt das Stundenentgelt in diesem Fall auf 17,00 Euro, was dann einem Monatsgehalt von 2.873,00 Euro entspricht. Beschäftigte der ehemaligen PB Service GmbH (heute PCC) erhalten in der TG 3, Stufe 1 ab dem kommendem Jahr 2.906,45 Euro.

Wie geht es nun weiter?
Die erste Verhandlungsrunde wird voraussichtlich im Januar stattfinden. Aktuell befinden wir uns noch in der Terminabstimmung
mit der Arbeitgeberseite.

Was kannst du tun, sodass wir unsere Ziele erreichen?

  1. Falls du es noch nicht bist, werde ver.di-Mitglied! Wir sind bereits Viele, trotzdem benötigen wir jede Unterstützung,
    um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen!
  2. Beteilige dich an Aktionen und Versammlungen! Je mehr Kolleginnen und Kollegen mitmachen, umso mehr Argumente
    haben wir am Verhandlungstisch.
  3. Sprich mit deinen Kolleginnen und Kollegen über die aktuelle Situation und unsere Forderungen – auch mit deinen
    Kolleg*innen an anderen OPS-Standorten!